Ein Backup ist eine Kopie Ihrer Daten, die getrennt vom Original aufbewahrt wird und sich nach einem Defekt, einem Bedienfehler oder einem Angriff zurückspielen lässt. Zur Datensicherung eines Betriebs gehört allerdings mehr als der Server im Abstellraum. Auch Fachanwendungen mit eigener Datenbank, Notebooks im Außendienst sowie Postfächer und Cloud-Ablagen in Microsoft 365 zählen dazu. Selbst die Einstellungen von Firewall, Switches und Telefonanlage neu aufzubauen, kostet ohne Kopie viel Zeit.
Nicht jedes System braucht denselben Aufwand. Deshalb steht am Anfang die Frage nach dem Schutzbedarf: Wie lange darf ein System stillstehen, und wie viel Arbeit darf seit der letzten Kopie höchstens verloren gehen? Diese beiden Zielwerte heißen RTO und RPO. Ein Planungsbüro, dessen Zeichnungen sich stündlich ändern, setzt andere Werte als ein Handwerksbetrieb, der abends Aufträge erfasst. Was vor der Planung zu klären ist, führt der BSI-Baustein CON.3 aus dem IT-Grundschutz auf, darunter Datenmenge, Änderungsvolumen, Verfügbarkeit, rechtliche Vorgaben und Zuständigkeiten.
Aus diesen Werten entsteht die Architektur. Als Rahmen dient die 3-2-1-Regel: mehrere Kopien auf unterschiedlichen Speichern, eine davon an einem anderen Ort. Die Kopie im Haus erlaubt kurze Wege bei der Rücksicherung, das Cloud-Backup für Unternehmen mit Verschlüsselung vor der Übertragung schützt vor Brand, Wasser oder Diebstahl. Mindestens eine Kopie sollte als Immutable Backup für eine Sperrfrist unveränderlich sein. Wie sich beide Speicherorte unterscheiden, zeigt der Vergleich von Cloud-Backup und lokalem Backup.
Auch der Datenschutz verlangt Vorsorge. Zu den technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 Abs. 1 DSGVO gehört je nach Risiko, dass personenbezogene Daten nach einem Ausfall zügig wieder verfügbar sind (Buchstabe c). Buchstabe d ergänzt die regelmäßige Prüfung, ob die Maßnahmen wirken. Eine nie geprobte Rücksicherung wird dem kaum gerecht. Welche Maßnahmen in Ihrem Fall angemessen sind, bleibt eine Einzelfrage; dieser Hinweis ist keine Rechtsberatung.
Im Betrieb übernehmen wir die Datensicherung als Managed Backup, also als dauerhaft betreuten Managed Service. Unser Ziel ist eine automatische Sicherung in jeder Nacht; bei großen Datenmengen kombinieren wir Änderungssicherungen unter der Woche mit einer Vollsicherung am Wochenende. Am Morgen zeigt ein Statusbericht per E-Mail, ob alles gelaufen ist, und Fehler bearbeiten wir, bevor sich Lücken auftürmen. Zusätzlich lassen sich die Ergebnisse der Sicherungsläufe in das IT-Monitoring für Unternehmen einbinden.
Für Postfächer und Cloud-Dateien gibt es ein eigenes Microsoft 365 Backup, für das langfristige Aufbewahren geschäftlicher Korrespondenz die E-Mail-Archivierung für Unternehmen. Ist doch einmal ein Datenträger ohne aktuelle Kopie defekt, hilft die Datenrettung bei defekten Festplatten. Eine erste Einschätzung zu Ihrer heutigen Sicherung erhalten Sie in einer kostenlosen Erstberatung.