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Netzwerk & WLAN

Richtfunk für Unternehmen und Kommunen: Standorte drahtlos verbinden

Richtfunk bringt schnelle Datenverbindungen dorthin, wo ein Kabel fehlt oder zu teuer wäre – über die Straße, das Bahngleis oder das freie Feld. Wir prüfen vor Ort, ob die Strecke funktioniert, berechnen sie, klären die Frequenzen und montieren Antennen, Halterungen und bei Bedarf den Mast.

Überblick

Richtfunk im Überblick

Richtfunk ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei fest montierten Antennen, die ihr Signal eng gebündelt aufeinander richten. Für Ihr Netzwerk verhält sich die Strecke wie eine Leitung: Zwei Gebäude oder Standorte sind verbunden, obwohl dazwischen kein Kabel liegt. Die Bundesnetzagentur beschreibt Richtfunk als Weg, leistungsfähige Übertragungsstrecken schnell und vergleichsweise günstig zu realisieren.

Gefragt ist Richtfunk dort, wo Tiefbau an seine Grenzen stößt. Eine Leitung müsste etwa unter einer Bundesstraße hindurch, über fremde Grundstücke oder durch felsigen Boden geführt werden. Liegt Glasfaser nicht an der Stelle, an der sie gebraucht wird, kann die Funkstrecke der schnellere Weg zur Verbindung sein.

Eine Funkstrecke kann Hauptverbindung sein oder als zweiter Weg neben einer Kabelleitung dienen. Im Rahmen der Standortvernetzung verbindet sie nahe gelegene Standorte direkt miteinander. Auch die letzte Meile zum Internet lässt sich so überbrücken: Am eigenen Gebäude fehlt ein schneller Anschluss, an einem nahen Standort liegt er an. Welche Anschlüsse infrage kommen, klären wir unter Internetanbindung für Unternehmen. Auf einem Gelände ergänzen sich Richtfunk und das WLAN für Unternehmen: Die Strecke bringt die Daten zur Halle, dort verteilen Access Points sie weiter.

Damit eine Strecke stabil läuft, müssen sich die Antennen „sehen“. Zusätzlich muss ein ellipsenförmiger Raum um die direkte Sichtlinie weitgehend frei bleiben, die sogenannte Fresnel-Zone. Höhere Frequenzen erlauben hohe Datenraten, werden aber stärker durch Regen gedämpft und eignen sich deshalb eher für kürzere Strecken. Welche Frequenzen eine Strecke nutzen darf, regelt die Bundesnetzagentur.

Richtfunk gehört zu unserer Netzwerktechnik für Unternehmen. Ob Ihre Strecke per Funk machbar ist, prüfen wir zunächst in einer kostenlosen Erstberatung – dafür genügen die beiden Adressen und ein Blick auf die Karte.

Unser Vorgehen

So planen und bauen wir Ihre Richtfunkstrecke

Für die Planung kommen wir zu Ihnen. Wir sehen uns die Montagepunkte an beiden Enden an, prüfen die Sichtverbindung und halten fest, was im Weg stehen könnte: Baumkronen, Dachaufbauten, geplante Neubauten. Daraus ergibt sich, ob die Strecke machbar ist und wie hoch die Antennen montiert werden müssen.

Mit einer Planungssoftware berechnen wir anschließend die Verbindung. Das Ergebnis zeigt die zu erwartende Datenrate und die Verfügbarkeit der Strecke, also wie viel Reserve bei schlechtem Wetter bleibt. Parallel klären wir die Frequenz: Braucht der gewählte Bereich eine Zuteilung durch die Bundesnetzagentur, oder kommt ein allgemein zugeteilter Bereich infrage? Erst mit diesen Ergebnissen erstellen wir ein konkretes Angebot.

Den Aufbau übernehmen wir ebenfalls: Wir ziehen die Kabel, montieren die Antennen und kümmern uns um Halterungen oder einen Mast. Nach der Feinausrichtung binden wir die Strecke in Ihr Netz ein, legen Netzbereiche und Firewall-Regeln fest und nehmen die Geräte, soweit möglich, in die Überwachung auf.

Strecke prüfen lassen

Kurz gesagt

Nicht nur die Sichtlinie zählt: Auch der Raum um sie herum muss weitgehend frei bleiben.

Typische Probleme

Woran Richtfunkstrecken scheitern können

Eine Funkstrecke ist schnell montiert, aber nur so zuverlässig wie ihre Planung. Diese Fehler machen aus einer guten Idee eine wacklige Verbindung.

Sichtlinie nur auf dem Papier

Auf der Karte ist die Strecke frei, vor Ort steht ein Baum, der im Sommer belaubt ist und das Signal schluckt.

Fresnel-Zone vergessen

Die Antennen sehen sich, aber eine Dachkante oder ein Kran ragt in den Raum um die Sichtlinie. Die Datenrate schwankt dann ohne erkennbaren Grund.

Keine Wetterreserve

Starker Regen dämpft höhere Frequenzen deutlich. Ohne eingeplante Reserve bricht die Strecke genau bei Unwetter ein.

Unsolide Montage

Wind und Temperaturschwankungen verschieben eine schwach befestigte Antenne. Schon eine kleine Abweichung kostet spürbar Signal.

Frequenzfrage ungeklärt

Ein zuteilungspflichtiger Bereich wird ohne Zuteilung genutzt, oder ein allgemein zugeteilter Bereich ist in der Umgebung stark belegt.

Außeninstallation ungeschützt

Antennen und Kabel auf dem Dach brauchen Schutz vor Witterung und Überspannung. Fehlt er, sind Ausfälle und Schäden absehbar.

Niemand schaut auf die Pegel

Verschmutzung oder eine langsam verdrehte Halterung lassen den Empfangspegel über Monate sinken, bis die Strecke abreißt.

Leistungsumfang

Unsere Leistungen für Ihre Richtfunkverbindung

  • Machbarkeitsprüfung

    Termin vor Ort an beiden Enden, Prüfung der Sichtverbindung und möglicher Hindernisse.

  • Streckenberechnung

    Datenrate, Verfügbarkeit und Wetterreserve berechnen wir mit einer Planungssoftware.

  • Frequenzplanung

    Wir klären, welcher Frequenzbereich passt und ob eine Zuteilung durch die Bundesnetzagentur nötig ist.

  • Masten und Halterungen

    Wir organisieren Halterungen und Masten und fertigen bei Bedarf eigene Halterungen an.

  • Montage und Verkabelung

    Antennen, Kabel und Anschlüsse installieren wir an beiden Standorten.

  • Feinausrichtung

    Die Antennen werden genau ausgerichtet und die Empfangswerte protokolliert.

  • Einbindung ins Netz

    Netzbereiche, Firewall-Regeln und Priorisierung passen wir an die neue Verbindung an.

  • Verschlüsselung

    Die Daten auf der Funkstrecke schützen wir passend zu Gerät und Schutzbedarf, mit Verschlüsselung auf der Strecke oder zusätzlich per VPN.

  • Überwachung

    Soweit eingebunden, erfasst unser IT-Monitoring Ausfälle und sinkende Pegel der Strecke.

Einsatzszenarien

Wo Richtfunk seine Stärken ausspielt

Ob Verwaltung, Versorger oder Gewerbebetrieb: Richtfunk kommt infrage, wo zwei feste Punkte verbunden werden sollen und dazwischen kein Kabel liegt.

  • Kommune

    Gemeinde und Verwaltung

    Rathaus, Bauhof, Feuerwehrgerätehaus und Kläranlage sollen auf gemeinsame Daten zugreifen, ohne dass zwischen allen Gebäuden Leitungen verlegt werden.

    • Verbindung mehrerer Liegenschaften über eine Funkstrecke oder eine Kette von Strecken
    • Getrennte Netzbereiche für Verwaltung und Technik
    • Planung der Montagepunkte auf kommunalen Gebäuden
  • Außenanlagen

    Versorger

    Wasser- und Abwasserbetriebe brauchen Verbindungen zu Anlagen, die weit verteilt und oft schwer erreichbar liegen.

    • Strecken zu Pumpwerken und Hochbehältern
    • Masten und Halterungen für exponierte Standorte
    • Überwachung der Pegel, wenn vereinbart
  • Werksgelände

    Betrieb mit mehreren Gebäuden

    Ein zweites Gebäude jenseits der Straße oder eine entfernte Halle soll an das Firmennetz.

    • Hohe Datenraten ohne Tiefbau
    • Zweite Strecke als Ausweichweg zur Kabelverbindung
    • WLAN in der Halle über die neue Verbindung

Ablauf

Vom Kartencheck bis zur laufenden Funkstrecke

  1. 01

    Erstgespräch und Kartencheck

    Anhand der beiden Adressen schätzen wir ein, ob eine Sichtverbindung grundsätzlich möglich ist und welche Datenrate Sie brauchen.

  2. 02

    Termin vor Ort

    Wir begehen beide Montagepunkte, prüfen Hindernisse und klären die Montage, etwa auf dem Dach oder an einem Mast.

  3. 03

    Berechnung und Angebot

    Streckenberechnung und Frequenzklärung fließen in ein individuelles Angebot ein, das alle Bauteile und Arbeiten auflistet.

  4. 04

    Montage und Ausrichtung

    Nach Ihrer Freigabe montieren wir Antennen und Halterungen, richten die Strecke aus und protokollieren die Messwerte.

  5. 05

    Inbetriebnahme

    Die Strecke wird in Ihr Netz eingebunden, getestet und dokumentiert; auf Wunsch übernehmen wir die laufende Überwachung.

Ihre Vorteile

Warum Sie Ihre Funkstrecke mit uns umsetzen

  • Planung und Montage aus einer Hand

    Machbarkeit, Berechnung, Mast und Netzwerk liegen bei uns. Sie stimmen sich nicht mit mehreren Gewerken einzeln ab.

  • Reserve für schlechtes Wetter

    Die Streckenberechnung zeigt vorab, wie viel Puffer bei Regen bleibt. So wissen Sie vor dem Bau, womit Sie rechnen können.

  • Strecke und Netz zusammen geplant

    Die Funkverbindung wird Teil Ihres Netzwerks, mit passenden Netzbereichen und Firewall-Regeln.

  • Herstellerunabhängig

    Wir wählen Funktechnik nach Entfernung, Datenrate und Umgebung aus, ohne Bindung an eine Marke.

Welche Standorte möchten Sie per Funk verbinden?

Wir prüfen die Machbarkeit Ihrer Strecke. Auf Beratung und Termin vor Ort folgt ein individuelles Angebot für Ihre Verbindung.

FAQ

Häufige Fragen zu Richtfunk

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.

Braucht eine Richtfunkstrecke eine Frequenzzuteilung der Bundesnetzagentur?

Ja, in vielen Frequenzbereichen schon. Die Bundesnetzagentur teilt dort die Frequenzen für jede Strecke einzeln zu; dafür fallen einmalig Gebühren und jährlich Frequenznutzungsbeiträge an. Für einige Bereiche, etwa 57 und 58 GHz oder 37 bis 39,5 GHz für sogenannten Grundstücksrichtfunk, gibt es eine Allgemeinzuteilung, die ohne eigenen Antrag genutzt werden kann (Stand: Oktober 2026). Welcher Weg zu Ihrer Strecke passt, klären wir bei der Planung.

Wie weit kann eine Richtfunkstrecke reichen?

Das hängt von Frequenz, Antennengröße, gewünschter Datenrate und der geforderten Verfügbarkeit ab. Möglich sind kurze Sprünge zum Nachbargebäude ebenso wie Strecken über mehrere Kilometer. Bei langen Strecken sinkt die Reserve für schlechtes Wetter, deshalb berechnen wir jede Verbindung einzeln.

Was passiert mit der Richtfunkverbindung bei Regen, Schnee oder Nebel?

Niederschlag dämpft das Signal, vor allem bei hohen Frequenzen; Regen wirkt dabei stärker als Nebel. Deshalb planen wir eine Reserve ein, die sich an der Verfügbarkeit ausrichtet, die Sie benötigen. Je nach Gerät sinkt bei starkem Regen zunächst die Datenrate, bevor die Verbindung abreißt. Wie groß die Reserve ausfallen muss, zeigt die Streckenberechnung.

Was können wir tun, wenn Bäume oder Gebäude die Sicht zwischen den Standorten versperren?

Ein höherer Montagepunkt kann das Problem lösen, etwa ein Mast oder ein Ausleger über der Dachkante. Ist auch das nicht möglich, lässt sich die Strecke über einen Zwischenpunkt führen, der beide Seiten sieht. Wächst ein Baum absehbar in die Strecke, planen wir das von Anfang an mit ein.

Ist eine Richtfunkverbindung abhörsicher?

Nein, nicht von sich aus, auch wenn das gebündelte Signal schwer abzugreifen ist. Je nach Gerät lässt sich die Funkstrecke selbst verschlüsseln. Für sensible Daten empfehlen wir zusätzlich ein VPN zwischen den Standorten, das die Verbindung unabhängig vom Übertragungsweg schützt.

Brauchen wir für den Antennenmast eine Baugenehmigung?

Unter Umständen ja – das hängt von Höhe, Standort und dem Bauordnungsrecht des jeweiligen Landes ab. Gerade bei freistehenden Masten oder größeren Aufbauten auf dem Dach sollten Sie die Frage vorab mit dem zuständigen Bauamt klären. Wir weisen Sie bei der Planung darauf hin, wenn das nötig sein könnte; eine Rechtsberatung ist das nicht.

Kann Richtfunk eine Glasfaserleitung ersetzen?

Ja, als Verbindung zwischen zwei Standorten ist das möglich. Richtfunk erreicht hohe Datenraten und ist ohne Tiefbau schnell betriebsbereit; Glasfaser bleibt bei sehr hohen Bandbreiten und wetterunabhängiger Verfügbarkeit im Vorteil. Beide lassen sich auch kombinieren, etwa wenn die Funkstrecke als zweiter Weg neben der Leitung läuft.

Ihre Funkstrecke prüfen lassen

Nennen Sie uns die beiden Standorte, die verbunden werden sollen, und die Datenrate, die Sie ungefähr brauchen. Anhand dieser Angaben werfen wir vor dem Gespräch einen ersten Blick auf Karte und Gelände.

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Wie sollen wir uns melden?

Ihre Angaben nutzen wir nur, um Ihre Anfrage zu beantworten. Mehr dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung. Passwörter und Zugangsdaten gehören bitte nicht in dieses Formular.