Upload zu knapp
Der Download reicht, aber Videokonferenzen ruckeln und die Datensicherung in die Cloud dauert bis in den nächsten Morgen.
Netzwerk & WLAN
Die richtige Internetanbindung für Unternehmen ergibt sich aus dem, was über die Leitung laufen soll – nicht aus der größten Zahl im Prospekt. Wir klären mit Ihnen den Bedarf, vermitteln passende Anschlüsse für Internet, Telefonie und Mobilfunk und richten Router, Firewall und Telefonie dahinter ein.
Überblick
Im Büro hängt heute vieles an der Leitung: E-Mail und Dateien in der Cloud, Videokonferenzen, Telefonie, der Fernzugriff aus dem Homeoffice und die Datensicherung ins Rechenzentrum. Für viele dieser Aufgaben zählt der Upload, also die Geschwindigkeit vom Unternehmen ins Internet. Bei asymmetrischen Anschlüssen ist er deutlich geringer als der Download. Wer viel in die Cloud sichert oder Videokonferenzen führt, fährt deshalb mit einem symmetrischen Anschluss besser, der in beide Richtungen gleich schnell ist.
Ein zweiter Punkt ist die Erreichbarkeit von außen. Soll ein VPN aus dem Homeoffice oder von einem anderen Standort zu Ihnen aufgebaut werden, braucht Ihr Anschluss eine öffentlich erreichbare Adresse, am besten eine feste IP-Adresse. Bei manchen Anschlüssen teilen sich mehrere Haushalte und Betriebe eine IPv4-Adresse des Anbieters, ein Verfahren namens Dual-Stack Lite. Dann sind eingehende Verbindungen über IPv4 nicht ohne Weiteres möglich, und klassische VPN-Zugänge lassen sich nicht wie gewohnt einrichten.
Bei der Technik gibt es mehrere Wege. Ein Glasfaseranschluss bietet hohe, je nach Vertrag auch symmetrische Bandbreiten, ist aber nicht überall verfügbar. Daneben gibt es Anschlüsse über Kupfer- oder Fernsehkabel, Mobilfunk als Haupt- oder Zweitleitung und, wo kein Anschluss am eigenen Gebäude liegt, Richtfunk für Unternehmen zu einem nahen Standort. Telefoniert wird seit der Umstellung auf All-IP ebenfalls über die Datenleitung; eine eigene Telefonanlage wird dafür über einen SIP-Trunk für Unternehmen angebunden.
Unsere Rolle ist klar umrissen: Wir klären Ihren Bedarf, holen passende Angebote von Anbietern ein und vermitteln den Anschluss; eigene Leitungen betreiben wir nicht. Die Technik dahinter richten wir ein: Router, Firewall, Telefonie und, wenn gewünscht, eine Ausweichleitung. Absicherung und Pflege dieser Firewall erläutern wir bei der Leistung Firewall für Unternehmen.
Die Internetanbindung ist ein Teil unserer Netzwerktechnik für Unternehmen. Passt Ihre heutige Leitung noch zu Ihren Anforderungen? Das ist eine gute Frage für die kostenlose Erstberatung.
Unser Vorgehen
Wir beginnen mit Ihren Anwendungen, nicht mit Bandbreiten. Wie viele Personen arbeiten gleichzeitig, was liegt in der Cloud, wie viele Gespräche laufen zu Spitzenzeiten, und wie lange kann der Betrieb ohne Internet weiterarbeiten? Daraus leiten wir ab, welche Bandbreite im Up- und Download nötig ist, ob eine feste IP-Adresse gebraucht wird und ob sich eine zweite Leitung lohnt.
Danach prüfen wir, was an Ihrer Adresse verfügbar ist, und stellen passende Angebote nach klaren Kriterien gegenüber: Bandbreite, feste Adresse, Vertragslaufzeit und die vertraglich zugesagte Entstörung. Die Entscheidung treffen Sie; zugesagt werden die Leistungen des Anschlusses vom jeweiligen Anbieter.
Steht der Bereitstellungstermin, koordinieren wir die Umstellung. Der alte Anschluss soll erst auslaufen, wenn der neue funktioniert; Laufzeiten und Kündigungsfristen planen wir dafür mit ein. Router und Firewall bereiten wir vor, binden Telefonie und gegebenenfalls die Ausweichleitung ein und testen am Schalttag, ob Internet, Fernzugriff und Telefonate funktionieren.
Kurz gesagt
Vom Übergabepunkt bis zum Arbeitsplatz: Wir richten die Technik hinter dem Anschluss ein.
Typische Probleme
Nicht jedes Leitungsproblem geht auf den Anbieter zurück. Manchmal wurden Anschluss und Bedarf schlicht nicht gemeinsam betrachtet.
Der Download reicht, aber Videokonferenzen ruckeln und die Datensicherung in die Cloud dauert bis in den nächsten Morgen.
Ein deutlich schnellerer Anschluss wird bestellt, obwohl der eigentliche Engpass ein überlasteter Switch oder ein altes WLAN im Büro ist.
Ein Bagger in der Nachbarstraße genügt, und Telefon, Cloud und Kasse stehen gleichzeitig still.
Kundennummer, Vertragsdaten und Zugangsdaten des Anschlusses liegen in einem alten Ordner. Im Störfall beginnt erst einmal die Suche.
Laufzeiten verlängern sich unbemerkt, während am Standort längst schnellere Anschlüsse verfügbar sind.
Der alte Anschluss ist gekündigt, der neue noch nicht geschaltet, und Geräte, die am alten Anschluss hingen, hat niemand erfasst.
Die Ausweichleitung über Mobilfunk wurde bestellt, ohne den Empfang im Technikraum zu prüfen.
Einsatzszenarien
Die Internetanbindung rückt vor allem dann in den Blick, wenn etwas hakt oder sich im Betrieb etwas ändert. Drei Anlässe:
Neuer Anschluss
Der Anschluss am neuen Gebäude muss rechtzeitig bestellt sein, sonst stehen die Arbeitsplätze am ersten Tag ohne Internet da.
Upload
Seit Dateiablage und Besprechungen in der Cloud laufen, reicht die alte Leitung nicht mehr.
Ausfallsicherheit
Kasse, Auftragsannahme oder Telefonhotline dürfen nicht stillstehen, wenn die Hauptleitung gestört ist.
Ablauf
Wir klären, welche Anwendungen über die Leitung laufen, wie viele Mitarbeitende parallel online sind und welches Gewicht die Ausfallsicherheit hat.
Vorhandene Verträge, Router und Telefonie werden erfasst, und wir ermitteln die Anschlussarten an Ihrer Adresse.
Sie erhalten eine Übersicht passender Anschlüsse und unser individuelles Angebot für Einrichtung und Umstellung.
Wir stimmen Termine mit dem Anbieter ab, bereiten die Technik vor und begleiten den Schalttag.
Internet, Fernzugriff, Telefonie und Ausweichleitung werden geprüft, Zugangsdaten und Vertragsdaten dokumentiert.
Wir prüfen Ihren Bedarf und die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse. Ihr individuelles Angebot für Einrichtung und Umstellung folgt nach der kostenlosen Beratung.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Nein, ProNet Systems ist kein Netzbetreiber. Die Leitung und ihre Eigenschaften, etwa Bandbreite, feste Adresse und Entstörung, sagt der jeweilige Anbieter in seinem Vertrag zu. Von uns kommen die Auswahl, die Vermittlung und alles, was hinter dem Übergabepunkt an Technik eingerichtet werden muss.
Ja, wenn von außen Verbindungen zu Ihnen aufgebaut werden sollen, etwa ein VPN aus dem Homeoffice oder von einem anderen Standort. Eine feste Adresse macht solche Zugänge verlässlich, weil sie sich nicht ändert. Arbeiten alle Dienste in der Cloud und gibt es keinen Fernzugriff ins Büro, kann sie entbehrlich sein; manche SIP-Trunks setzen allerdings eine feste Adresse voraus.
Nein, nicht für längere Zeit, wenn der Wechsel als regulärer Anbieterwechsel abläuft. Nach § 59 TKG leitet ihn der aufnehmende Anbieter, die beteiligten Anbieter müssen dabei zusammenarbeiten, und länger als einen Arbeitstag darf der Dienst nicht unterbrochen sein (Stand: Oktober 2026). Hat ein Unternehmen mit seinem Anbieter eine Individualvereinbarung getroffen, darf die Bundesnetzagentur für solche Fälle abweichende Regeln festlegen. Wir stimmen den Schalttag ab und bereiten die Technik vor; eine Rechtsberatung ist diese Einordnung nicht.
Ja, wenn ein Ausfall Ihren Betrieb spürbar trifft, etwa weil Telefonie, Kasse oder Cloud-Anwendungen an der Leitung hängen. Ein Mobilfunk-Router übernimmt dann, je nach Lösung automatisch, unter Umständen mit geringerer Bandbreite als die Hauptleitung. Vorher prüfen wir den Empfang am Montageort, denn in Kellerräumen kann er schwach sein.
Nein, nicht zwingend. Je nach Angebot ist ein SIP-Trunk an die Leitung des eigenen Anbieters gebunden oder lässt sich über einen beliebigen Internetanschluss nutzen. Liegen beide bei verschiedenen Anbietern, achten wir besonders auf ausreichende Reserve im Upload und auf den Vorrang von Sprachdaten in Ihrem Netz. Welche Kombination sinnvoll ist, prüfen wir gemeinsam mit der Telefonanlage.
Benötigt werden ein Hausanschluss, ein Platz für das Abschlussgerät des Anbieters und eine Verbindung von dort zum Technikschrank. Liegt der Übergabepunkt im Keller und der Technikschrank in einer oberen Etage, muss diese Strecke unter Umständen erst geschaffen werden. Wir klären das früh, damit der Anschluss nicht am Schalttag an fehlenden Metern scheitert.
Die Entstörung der Leitung selbst übernimmt der Anbieter. Wir prüfen zunächst, ob die Ursache bei Ihrer Technik liegt, etwa an Router oder Firewall, und stimmen uns andernfalls mit dem Anbieter ab. Ist eine Ausweichleitung eingerichtet, kann der Betrieb in der Zwischenzeit darüber weiterlaufen.
Nennen Sie uns Ihre Adresse, den heutigen Anschluss und was über die Leitung laufen soll. Mit diesen Angaben prüfen wir die Möglichkeiten und bereiten das Erstgespräch vor.