Abgelaufenes Serverzertifikat
Läuft das Zertifikat des Exchange-Servers ab, melden E-Mail-Programme Fehler, und Smartphones verbinden sich nicht mehr. Ein fester Termin für die Erneuerung beugt dem vor.
Cloud & Microsoft 365
Mit unserer Exchange-Betreuung kümmern wir uns um Postfächer, Freigaben und E-Mail-Programme Ihres Teams – in Exchange Online ebenso wie auf einem eigenen Exchange-Server. Dazu gehören zentral gepflegte Signaturen, die Wiederherstellung einzelner Nachrichten und beim eigenen Server das Einspielen der Updates.
Überblick
In vielen Unternehmen ist Exchange die Drehscheibe für E-Mail, Termine und Adressbücher. Es nimmt Nachrichten aus dem Internet an, verteilt sie an die richtigen Postfächer und hält Kalender auf PC, Notebook und Smartphone auf demselben Stand. Microsoft liefert es als Cloud-Dienst Exchange Online, in der Regel zusammen mit Microsoft 365. Alternativ gibt es Exchange als Serversoftware: Dann betreibt das Unternehmen seinen E-Mail-Server selbst, auf einem Windows Server im eigenen Netz.
Im Alltag fallen in beiden Fällen ähnliche Aufgaben an. Neue Mitarbeitende brauchen ein Postfach, Urlaubsvertretungen einen Zugriff, Abteilungen gemeinsame Adressen, und auf dem neuen Diensthandy soll der Kalender stimmen. Beim eigenen Server kommen Updates, Serverzertifikate, Speicherplatz und Datensicherung hinzu.
Wer Exchange noch selbst betreibt, sollte den Supportstand im Blick haben. Die Versionen 2016 und 2019 des Exchange-Servers bekommen seit dem Supportende am 14. Oktober 2025 keine regulären Updates mehr. Unterstützt wird seitdem nur noch die Subscription Edition, und zwar nur, solange sie aktuell gehalten wird (Stand: Oktober 2026). Ob ein eigener Server für Sie noch sinnvoll ist, wägt der Vergleich Exchange Online vs. Exchange Server ab. Den Weg in die Cloud beschreibt unsere Seite zur Migration nach Microsoft 365.
Die Exchange-Betreuung gehört zu unserem Bereich Microsoft 365 für Unternehmen. Filter gegen Spam und Phishing behandelt die Seite E-Mail-Sicherheit, die langfristige Aufbewahrung die E-Mail-Archivierung für Unternehmen. Wie es um Ihr Postfachsystem steht, besprechen wir in einer kostenlosen Beratung.
Unser Vorgehen
Für die tägliche Arbeit pflegen wir Postfächer und Rechte. Wer neu ins Unternehmen kommt, erhält ein Postfach mit den passenden Verteilern. Eine Urlaubsvertretung bekommt Zugriff auf das Postfach der abwesenden Person, ohne dass Kennwörter weitergegeben werden, und Funktionsadressen wie service@ oder bewerbung@ richten wir als freigegebene Postfächer ein.
E-Mail-Signaturen verwalten wir an zentraler Stelle. Je nach Lösung hängt der Mailserver sie beim Versand an, sodass Nachrichten vom Smartphone dieselben Angaben tragen wie vom PC. Ändert sich eine Durchwahl oder eine Pflichtangabe, passen wir sie einmal an statt an jedem Gerät.
Betreiben Sie einen eigenen Exchange-Server, spielen wir kumulative Updates und Sicherheitsupdates nach einer vorherigen Sicherung ein. Außerdem erneuern wir Serverzertifikate rechtzeitig und behalten Speicher und Datenbanken im Blick, wenn Sie möchten, eingebunden in unser IT-Monitoring. Für die Datensicherung empfehlen wir ein Verfahren, das einzelne Nachrichten zurückholen kann, statt nur ganze Datenbanken.
Kurz gesagt
Rechte, Funktionspostfächer und Signaturen aus einer Hand gepflegt.
Typische Probleme
Einige der folgenden Störungen kündigen sich mit Warnmeldungen oder Ablaufdaten an. Auffallen können sie aber nur, wenn jemand darauf achtet.
Läuft das Zertifikat des Exchange-Servers ab, melden E-Mail-Programme Fehler, und Smartphones verbinden sich nicht mehr. Ein fester Termin für die Erneuerung beugt dem vor.
Erreicht ein Postfach seine Grenze, kann es erst keine Nachrichten mehr senden und später auch keine mehr empfangen. Die Warnungen davor werden im Alltag leicht weggeklickt.
Vor dem Urlaub gibt jemand das eigene Kennwort weiter. Danach lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wer welche Nachricht verschickt hat.
Jede Person pflegt ihre Signatur selbst, samt alter Telefonnummern und fehlender Pflichtangaben.
Konten ehemaliger Mitarbeitender bleiben aktiv, empfangen weiter Nachrichten und bieten Angreifern eine offene Tür, wenn das Kennwort bekannt ist.
Das Postfach ist auf einem Telefon ohne Bildschirmsperre eingerichtet. Geht das Gerät verloren, liegen E-Mails und Kontakte offen.
Eine Fachanwendung verschickt ihre Meldungen über das Postfach einer Mitarbeiterin. Wird das Konto nach ihrem Ausscheiden gesperrt, bleiben die Meldungen aus.
Einsatzszenarien
Was zur Betreuung gehört, richtet sich danach, wo Ihre Postfächer liegen und auf welchem Versionsstand Ihr System ist.
Cloud
Server und Updates liegen bei Microsoft. Die Betreuung dreht sich um Konten, Rechte, Anmeldung und die Einstellungen des Dienstes.
Subscription Edition
Wer Postfächer im eigenen Haus halten möchte, betreibt die Subscription Edition und hält sie laufend aktuell.
Übergang
Läuft noch eine Version ohne Support, begrenzen wir die Risiken für eine Übergangszeit und planen den Ausstieg.
Ablauf
Wir fragen nach Version oder Lizenz, der Zahl der Postfächer und den Punkten, die im Alltag stören.
Update-Stand, Serverzertifikate, Postfachgrößen, Freigaben, Sicherung und angebundene Geräte sehen wir uns direkt im System an.
Aus den Befunden entsteht eine Liste mit dringenden und mittelfristigen Maßnahmen, dazu ein Angebot für Übernahme und laufende Betreuung.
Zugänge, Einstellungen und Abläufe dokumentieren wir, bevor wir etwas verändern.
Wir setzen Änderungswünsche um, spielen Updates ein und sprechen Sie an, wenn eine Entscheidung ansteht, etwa zum Umstieg in die Cloud.
Eigene Erweiterungen
In unserem eigenen Service landen Kundenanfragen per E-Mail und müssen im Ticketsystem dem richtigen Vorgang zugeordnet werden. Dafür haben wir ein Add-in für das E-Mail-Programm entwickelt, das Nachrichten samt Anhängen an ein Ticket hängt oder aus einer E-Mail ein neues Ticket erzeugt. Ein zweites Projekt, der Abgleich von Ticketsystem und Microsoft-365-Kalendern, hält Termine auf beiden Seiten gleich.
Beide Werkzeuge stehen unter einer Open-Source-Lizenz und richten sich an Teams, die dasselbe Ticketsystem nutzen. Das Add-in steht laut Projektbeschreibung vor dem ersten Produktivbetrieb, der Kalenderabgleich ist noch in Entwicklung (Stand: 25.10.2026). Voraussetzungen und Lizenzen nennt unsere Übersicht der Open-Source-Werkzeuge.
Nach der Prüfung von Version, Rechten und Sicherung wissen Sie, ob Betreuung, Aktualisierung oder Umzug der nächste Schritt ist.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Nein, solange ein freigegebenes Postfach höchstens 50 GB speichert und keine Zusatzfunktionen wie ein erweitertes Archiv benötigt. Jede Person, die darauf zugreift, braucht allerdings ein eigenes lizenziertes Postfach. Microsoft empfiehlt außerdem, die direkte Anmeldung am freigegebenen Postfach gesperrt zu lassen, und nennt 25 Personen als Obergrenze für den gemeinsamen Zugriff (Stand: Oktober 2026).
Ja, je nach Lösung. Hängt der Mailserver die Signatur beim Versand an, tragen auch Nachrichten vom Smartphone oder aus dem Browser dieselben Angaben; fügt das E-Mail-Programm sie ein, hängt es vom Gerät ab. Achten Sie in jedem Fall auf die Pflichtangaben: Für die GmbH schreibt § 35a GmbHG für Geschäftsbriefe in jeder Form unter anderem Rechtsform, Sitz, Registergericht, Registernummer und alle Geschäftsführer vor. Für andere Rechtsformen gelten vergleichbare Regeln; dies ist keine Rechtsberatung.
Das Konto wird gesperrt, das Postfach bleibt aber zunächst erhalten. In Exchange Online lässt es sich in ein freigegebenes Postfach umwandeln, auf das die Nachfolge zugreift, und eine automatische Antwort verweist auf die neue Ansprechperson. Wie lange Sie das Postfach behalten und wer Einblick erhält, sollten Sie vorher regeln, besonders wenn die private Nutzung erlaubt war. Beziehen Sie dabei Ihre Datenschutzbeauftragte bzw. Ihren Datenschutzbeauftragten oder die intern verantwortliche Person ein; dies ist keine Rechtsberatung.
Für Adressen, unter denen Anfragen von Kunden eintreffen, empfehlen wir ein freigegebenes Postfach. Alle Berechtigten arbeiten dann in einem gemeinsamen Posteingang und antworten mit der Funktionsadresse als Absender. Ein Verteiler stellt dagegen jedem Mitglied eine eigene Kopie zu; geantwortet wird aus den persönlichen Postfächern, und zwei Personen bearbeiten leicht dieselbe Anfrage. Ein neuer Verteiler in Exchange Online nimmt außerdem zunächst nur Nachrichten aus dem eigenen Unternehmen an, für Post von außen muss das umgestellt werden (Stand: Oktober 2026).
Ja, für eine Übergangszeit. Weil diese Versionen keine regulären Sicherheitsupdates mehr erhalten, schränken wir den Zugriff aus dem Internet so weit wie möglich ein und prüfen die Sicherung. Mit Ihnen legen wir einen Termin für den Wechsel fest, zur Subscription Edition oder zu Exchange Online. Die möglichen Upgrade-Pfade erläutert unser Ratgeber zum Exchange Server Supportende.
Ja, dafür gibt es mehrere Wege, etwa die Anmeldung über ein Postfach oder einen Connector, der Ihr System an einem Zertifikat oder einer festen IP-Adresse erkennt. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob die Nachrichten nur intern oder auch an Kunden gehen und welche Verfahren das Gerät beherrscht. Für die einfache Anmeldung mit Benutzername und Kennwort hat Microsoft das Auslaufen angekündigt, und Geräte ohne TLS 1.2 brauchen einen Umweg, etwa über einen eigenen Mailserver (Stand: Oktober 2026).
Nein, für die Verwaltung von Konten, Rechten und Einstellungen müssen Ihre Nachrichten nicht gelesen werden. Ein Blick in Inhalte ist nur bei einem konkreten Anlass nötig, etwa wenn eine gelöschte E-Mail wiederhergestellt werden soll; wie Sie solche Zugriffe freigeben, legen wir gemeinsam fest. Wie jede unserer Tätigkeiten dokumentieren wir auch diese im Ticketsystem.
Exchange Online, eigener Server oder beides? Dazu die ungefähre Zahl der Postfächer – mehr brauchen wir für den Einstieg ins Gespräch nicht.