Veraltete Vorlage
Die Vorlage wurde seit Monaten nicht aktualisiert, neue Desktops starten deshalb mit bekannten Sicherheitslücken.
Cloud-Arbeitsplatz & Terminalserver
Ein virtueller Desktop ist ein vollständiger Windows-Arbeitsplatz, der auf einem Server läuft statt unter dem Schreibtisch. Jede Person erhält ihre eigene Umgebung mit eigenen Programmen und Einstellungen und erreicht sie von verschiedenen Geräten aus. Wir planen die Plattform, bauen die Desktops auf und kümmern uns um Updates und Sicherung.
Überblick
Hinter einem virtuellen Desktop steckt ein Windows-Rechner, der als virtuelle Maschine auf einer zentralen Plattform läuft – ein Anwendungsfall der Virtualisierung. Bildschirm, Tastatur und Maus am Arbeitsplatz sind über ein Remoteprotokoll mit ihm verbunden. Das Gesamtsystem aus Servern, Vorlagen und Verwaltung heißt Virtual Desktop Infrastructure (VDI); wird es als Dienst gemietet, spricht man von Desktop as a Service (DaaS).
Der Unterschied zum Terminalserver liegt im Betriebssystem. Dort teilen sich viele Personen ein Serversystem, beim virtuellen Desktop hat jede ihr eigenes Windows. Das gibt mehr Freiheit für Programme, die einen Einzelplatz voraussetzen oder eigene Installationen brauchen, kostet aber mehr Rechenleistung je Person. Die Abwägung im Detail steht im Vergleich Terminalserver vs. VDI.
Virtuelle Desktops gibt es in zwei Grundformen: persönlich, also dauerhaft einer Person zugeordnet, oder gepoolt, also bei der Anmeldung aus einem Vorrat gleichartiger Desktops vergeben. Für virtuelle Desktops in Microsoft Azure bietet Microsoft zusätzlich eine Windows-Variante an, auf der mehrere Personen gleichzeitig angemeldet sein können (Stand: Oktober 2026).
Die Plattform kann auf Ihren eigenen Servern stehen, als Teil unserer Leistungen zu Microsoft Azure für Unternehmen laufen oder als Server in der Cloud bei einem Rechenzentrumsbetreiber. Virtuelle Desktops sind damit eine Ausprägung des Cloud-Arbeitsplatzes. Für die Frage, welche Form zu Ihren Programmen und Ihrem Budget passt, ist die kostenlose Erstberatung der richtige Startpunkt.
Unser Vorgehen
Wir beginnen mit Gruppen statt mit Technik. Buchhaltung, Vertrieb und Konstruktion brauchen unterschiedliche Programme und unterschiedlich viel Rechenleistung. Für jede Gruppe legen wir fest, welche Anwendungen auf den Desktop gehören, wie viel Prozessor und Arbeitsspeicher er erhält und ob Grafikbeschleunigung nötig ist. Das BSI beschreibt diesen Planungsschritt im Baustein SYS.2.5 „Client-Virtualisierung“ seines IT-Grundschutz-Kompendiums.
Danach erstellen wir je Gruppe eine Vorlage, aus der neue Desktops entstehen, und halten sie mit Updates aktuell. Arbeitsdateien landen in einer zentralen Ablage, etwa auf einem Dateiserver oder in OneDrive, nicht auf dem Desktop selbst. Die Desktops bekommen einen eigenen Netzbereich, getrennt von Ihren Servern (Netzwerksegmentierung), und einen Virenschutz, dessen Last die Plattform tragen kann. Wie wir Arbeitsplätze darüber hinaus absichern, beschreibt die Seite zur Endpoint Security.
Die Anmeldung läuft über Ihr bestehendes Active Directory oder über Microsoft Entra ID, ergänzt um eine zweite Bestätigung per Smartphone. Bei Cloud-Plattformen stimmen wir die Laufzeiten der Desktops auf Ihre Arbeitszeiten ab, soweit die Lösung das unterstützt, damit nachts möglichst wenig ungenutzte Rechenleistung bezahlt wird.
Kurz gesagt
Aus einer gepflegten Vorlage je Gruppe entstehen gleich eingerichtete Desktops.
Typische Probleme
Die Vorlage wurde seit Monaten nicht aktualisiert, neue Desktops starten deshalb mit bekannten Sicherheitslücken.
Die Buchhaltung bekommt dieselbe Leistung wie die Konstruktion – die eine Gruppe wartet, die andere bezahlt ungenutzte Reserven.
Stehen virtuelle Desktops im selben Netzbereich wie Ihre Server, öffnet ein infizierter Desktop den Weg zu zentralen Systemen.
Für ein Update wurden Desktops heruntergefahren und danach nicht wieder gestartet. Am nächsten Morgen kommt das Team nicht an die Arbeitsplätze.
Starten alle Desktops ihre Prüfung zur selben Zeit, wird die gemeinsame Plattform für alle langsam.
Für Windows-Desktops in Azure setzt Microsoft bestimmte Lizenzen voraus, die nicht in jedem Plan für Microsoft 365 enthalten sind.
Wird Rechenleistung nach Laufzeit abgerechnet, kosten Cloud-Desktops, die durchgehend eingeschaltet bleiben, auch dann Geld, wenn niemand angemeldet ist.
Einsatzszenarien
In manchen Situationen spielt der eigene virtuelle Windows-Rechner seine Stärken besonders aus. Drei denkbare Beispiele:
Programme
Ein Programm läuft nicht im Mehrbenutzerbetrieb oder will für jede Person eigene Installationen.
Zeitweise
Freie Mitarbeitende arbeiten einige Monate mit Ihren Programmen, ohne dass Firmendaten auf ihren eigenen Geräten landen.
Test
Bevor ein Update alle trifft, probieren ausgewählte Personen es auf einem eigenen Desktop aus.
Ablauf
Wir ordnen Ihre Mitarbeitenden nach Tätigkeit, Programmen und Leistungsbedarf.
Eigene Hardware, Microsoft Azure oder ein anderes Rechenzentrum – wir stellen Stärken und Grenzen gegenüber, Sie entscheiden.
Plattform, Lizenzen, Einrichtung und laufende Betreuung werden einzeln beziffert.
Nach Ihrer Freigabe richten wir für jede Gruppe einen ersten Desktop ein, mit dem einige Mitarbeitende echte Aufgaben erledigen.
Wir verteilen die Desktops nacheinander und begleiten die ersten Tage.
Auf Basis Ihrer Anwendungen und Arbeitsgruppen zeigen wir, welche Plattform und welche Desktopform sich eignen. Aus diesem Bild ergibt sich Ihr individuelles Angebot.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Microsoft verlangt für jede Person, die einen Windows-Desktop in Azure nutzt, eine berechtigte Lizenz, auch für freie Mitarbeitende und andere externe Kräfte, die für Ihr Unternehmen arbeiten. Berechtigt sind bestimmte Microsoft-365- und Windows-Enterprise-Pläne, aber nicht jeder Microsoft-365-Plan. Für Desktops auf Basis von Windows Server gelten eigene Zugriffslizenzen (Stand: Oktober 2026). Rechenleistung und Speicher in Azure kommen als laufende Kosten hinzu; wir prüfen Ihre vorhandenen Lizenzen vorab.
Ja, im Kern bezeichnen alle drei Begriffe einen Windows-Arbeitsplatz, der zentral läuft und über das Netz bedient wird. Cloud-PC und Hosted Desktop betonen, dass ein Anbieter die Technik in seinem Rechenzentrum betreibt, und manche Anbieter nutzen die Begriffe als Produktnamen. Für Ihre Entscheidung wichtiger als das Etikett sind Betriebsort, Abrechnungsweise und die Frage, wer Vorlagen und Updates pflegt.
Ja, wenn die Desktops dieser Gruppe einen Anteil an einer Grafikkarte im Server erhalten. Ohne diese Beschleunigung muss der Prozessor die Darstellung übernehmen, und große Modelle reagieren beim Drehen und Zoomen träge. Weil sich bei Konstruktionsarbeit große Bildbereiche schnell ändern, braucht die Verbindung außerdem mehr Reserve als bei Büroarbeit. Ob die Software in virtuellen Umgebungen unterstützt wird, klären wir vorher mit dem Hersteller.
Ja, beim persönlichen Desktop bleibt der Zustand erhalten, den Sie beim Abmelden hinterlassen. Beim gepoolten Desktop überdauern Einstellungen nur, wenn das Benutzerprofil zentral gespeichert wird; was jemand direkt auf dem Desktop ablegt, kann beim Zurücksetzen verloren gehen. Dateien gehören deshalb in beiden Fällen in die zentrale Ablage, wo sie gesichert werden.
Ja, auf einer eigenen Virtualisierungsplattform ist das möglich, wenn genug Rechenleistung und Speicher vorhanden sind. Das BSI empfiehlt dafür eine eigene Plattform, getrennt von den virtuellen Servern (Baustein SYS.2.5). Wer keine Hardware anschaffen möchte, mietet die Desktops als Dienst aus der Cloud.
Ja, Videokonferenzen sind möglich, laufen aber nur mit einer passenden Optimierung flüssig. Für Microsoft Teams auf Desktops in Azure verlagert Microsoft die Verarbeitung von Ton und Bild bei Anrufen aus dem virtuellen Desktop auf das Endgerät. Das setzt ein unterstütztes Zugangsprogramm voraus (Stand: Oktober 2026). Ohne diese Umleitung bleiben Chat und Zusammenarbeit nutzbar, Anrufe und Besprechungen belasten dann aber Plattform und Leitung stärker. Ob Ihre Endgeräte dafür geeignet sind, klären wir im Probebetrieb.
Welche Gruppen arbeiten mit welchen Programmen, und wo stehen heute Ihre Server? Ein paar Stichworte genügen, um das Erstgespräch vorzubereiten.