Zu große virtuelle Maschinen
Die Ausstattung wird vom alten Server übernommen. In Azure kostet ungenutzte Reserve laufend Geld, während sie im eigenen Serverraum nur einmal bezahlt wurde.
Server & Infrastruktur
Mit Microsoft Azure für Unternehmen laufen Server und Anwendungen in den Rechenzentren von Microsoft, abgerechnet nach Nutzung oder fester Laufzeit. Wir planen den Umzug, verbinden Azure mit Ihrem Standort und administrieren die Umgebung danach laufend, von den Benutzerrechten über Updates bis zur Kostenkontrolle.
Überblick
Azure ist die Cloud-Plattform von Microsoft. Sie stellt virtuelle Server, Speicher, Netzwerke und zahlreiche weitere Dienste bereit. Für kleine und mittlere Unternehmen ist vor allem ein Baustein interessant: virtuelle Maschinen mit Windows Server oder Linux, also Infrastructure as a Service (IaaS). Darauf laufen Ihre Anwendungen wie auf einem eigenen Server, nur ohne Hardware im Haus.
Von Microsoft 365 für Unternehmen unterscheidet sich Azure im Ansatz. Microsoft 365 liefert fertige Anwendungen für E-Mail, Zusammenarbeit und Dateien. Azure liefert die Infrastruktur, auf der Sie eigene Server und Programme betreiben. Beide greifen auf die Benutzerverwaltung in Microsoft Entra ID zurück. Zusammen mit einem Abgleich Ihres lokalen Verzeichnisses kommen Ihre Mitarbeitenden so mit einem Konto aus.
Wer wofür zuständig ist, beschreibt Microsoft im Modell der gemeinsamen Verantwortung (Stand: Oktober 2026). Bei virtuellen Maschinen kümmert sich Microsoft um Rechenzentrum, physisches Netz, Hosts und die Virtualisierungsschicht. Betriebssystem, Anwendungen, Netzwerkregeln, Benutzerkonten und Daten bleiben bei Ihrem Unternehmen. Diese Aufgaben übernehmen wir für Sie im vereinbarten Umfang.
Jede Ressource in Azure gehört zu einer Region, also einem geografischen Standort mit einem oder mehreren Rechenzentren; welche Region infrage kommt, klären wir vor der Einrichtung. Azure und Ihr Standort sind über einen verschlüsselten Site-to-Site-Tunnel per VPN verbunden, je nach Anforderung auch über eine private Direktverbindung. Die Konten aus Ihrem Active Directory gleichen wir mit Entra ID ab. So entsteht eine Hybrid Cloud, in der beide Seiten zusammenarbeiten.
Azure ist eine von mehreren Möglichkeiten, Server auszulagern; andere Varianten beschreibt unsere Seite Server in der Cloud. Ganze Windows-Arbeitsplätze aus der Cloud finden Sie unter virtueller Desktop. Wie Azure in Ihre übrige Serverlandschaft passt, zeigt die Übersicht zur Server-Betreuung für KMU, und Ihre Fragen dazu beantworten wir in einer kostenlosen Erstberatung.
Unser Vorgehen
Server für Server entscheiden wir mit Ihnen, ob er unverändert als virtuelle Maschine umzieht, ob sich ein Umbau lohnt oder ob er besser vor Ort bleibt. Dabei prüfen wir die Lizenzbedingungen Ihrer Fachanwendungen und ob sich vorhandene Lizenzen für Windows Server anrechnen lassen. Außerdem messen wir, wie viele Daten zwischen Büro und Server fließen, denn davon hängen Leitung und laufende Kosten ab.
Bevor der erste Server umzieht, richten wir die Grundstruktur ein: Abonnements und Ressourcengruppen mit klaren Namen sowie Rollen, die nur die jeweils nötigen Rechte vergeben. Administrative Konten schützt eine Multi-Faktor-Authentifizierung. Die Azure-Netze teilen wir per Netzwerksegmentierung auf und regeln den Verkehr über die Regeln einer Firewall. Ein weniger kritischer Server zieht als Erstes um und dient als Testlauf, danach folgen die übrigen in abgestimmten Zeitfenstern.
Im Betrieb administrieren wir die Umgebung laufend. Wir halten Betriebssysteme per Patch-Management aktuell, richten die Sicherung ein und testen die Wiederherstellung. Budgets mit Warnschwellen zeigen früh, wenn die Kosten steigen, und bei einer regelmäßigen Durchsicht schalten wir ungenutzte Ressourcen ab oder passen ihre Größe an.
Kurz gesagt
Büro und Azure arbeiten mit denselben Benutzerkonten zusammen.
Typische Probleme
Die Ausstattung wird vom alten Server übernommen. In Azure kostet ungenutzte Reserve laufend Geld, während sie im eigenen Serverraum nur einmal bezahlt wurde.
Testmaschinen, Datenträger und öffentliche Adressen bleiben nach einem Projekt bestehen und erscheinen Monat für Monat auf der Rechnung.
Ohne Budget und Warnschwelle fällt ein Anstieg spät auf. Budgets melden Überschreitungen, halten Ressourcen aber nicht an.
Man geht davon aus, dass Microsoft die Server mitsichert. Fehlt die eigene Sicherung, gibt es nach einem Fehler keine Grundlage für die Wiederherstellung.
Wer einmal Zugang bekommen hat, behält ihn mit allen Rechten, auch wenn die Person längst nicht mehr am Projekt beteiligt ist.
Eingehende Daten berechnet Microsoft nicht, ausgehende über ein monatliches Freikontingent hinaus schon (Stand: Oktober 2026). Anwendungen, die große Datenmengen ins Büro zurückschicken, verursachen laufende Kosten.
Eine Fachanwendung ist für den Betrieb in der Cloud nicht freigegeben, oder Windows-Server-Lizenzen werden doppelt bezahlt.
Einsatzszenarien
Alle drei Fälle sind ausgedacht; sie zeigen, mit welchen Zielen kleine und mittlere Unternehmen Azure nutzen können.
Standorte
Angenommen, ein Dienstleister mit drei Büros betreibt seine Fachanwendung bisher auf einem Server in der Zentrale. Der Datenbankserver zieht nach Azure, und alle Büros greifen gleichberechtigt darauf zu.
Identität
Ein Betrieb nutzt Microsoft 365 und ein lokales Active Directory nebeneinander, mit getrennten Passwörtern. Nach dem Abgleich mit Entra ID melden sich alle mit einem Konto an, auch an den Servern in Azure.
Neuordnung
Ein Unternehmen nutzt Azure seit Jahren, doch Rechte und Kosten überblickt niemand mehr. Wir erfassen alle Ressourcen und bringen Struktur hinein.
Ablauf
Wir klären Ihre Ziele, etwa ablaufende Hardware ersetzen, Standorte verbinden oder Ausfallsicherheit erhöhen.
Wir sehen uns Server, Anwendungen, Lizenzen und Internetleitung an.
Struktur, Migrationsreihenfolge und Kostenlogik, also welche Ressourcen dauerhaft laufen und wie sie abgerechnet werden, stehen in Ihrem individuellen Angebot.
Ein erster Server zieht als Testlauf um, danach folgen die übrigen in abgestimmten Zeitfenstern.
Wir administrieren und überwachen die Umgebung und prüfen regelmäßig die Kosten.
Wir bewerten Ihre Server und Anwendungen und zeigen, was sich für Azure eignet, was vor Ort bleiben sollte und wovon die laufenden Kosten abhängen.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen: Microsoft erlaubt es, Kernlizenzen für Windows Server aus Lizenzprogrammen mit laufendem Wartungs- oder Abonnementanteil auf virtuelle Maschinen in Azure anzurechnen (Stand: Oktober 2026). Das gilt nur, solange dieser Anteil läuft. Ob Ihre Lizenzen dazu zählen, prüfen wir anhand Ihrer Lizenzunterlagen vor der Migration.
In der Region, die bei der Einrichtung der Ressourcen gewählt wird. In Deutschland betreibt Microsoft zwei Regionen: eine allgemein nutzbare und eine, deren Zugang auf bestimmte Szenarien wie Disaster Recovery beschränkt ist (Stand: Oktober 2026). Bei Diensten, die Kopien in eine zweite Region spiegeln, prüfen wir zusätzlich, wohin diese Kopien gehen.
Ja, Rollen lassen sich in Azure für ein ganzes Abonnement, eine Ressourcengruppe oder eine einzelne Ressource vergeben (Stand: Oktober 2026). So kann etwa der Anbieter Ihrer Fachanwendung seinen Anwendungsserver betreuen, ohne an andere Systeme zu gelangen. Änderungen an Ressourcen hält Azure in einem Aktivitätsprotokoll fest; die Einträge bleiben standardmäßig 90 Tage erhalten und lassen sich für längere Nachweise exportieren (Stand: Oktober 2026).
Nein, eine Sicherung Ihrer virtuellen Maschinen entsteht erst, wenn sie eingerichtet wird; Microsoft betreibt die Hardware, die Daten verantworten Sie. Wir richten die Sicherung ein, testen die Wiederherstellung und empfehlen eine zusätzliche Kopie außerhalb der Umgebung, etwa nach der 3-2-1-Regel.
Mit Budgets, Warnschwellen und einer regelmäßigen Durchsicht der Ressourcen. Budgets melden per E-Mail, wenn ein Schwellenwert erreicht ist, halten Ressourcen aber nicht an (Stand: Oktober 2026). Ins Gewicht fallen vor allem Größe und Laufzeit der virtuellen Maschinen, der belegte Speicher und der ausgehende Datenverkehr.
Nein, eine Abrechnung nach Nutzung ist ohne feste Laufzeit möglich. Für Server, die dauerhaft laufen, gibt es Reservierungen über ein oder drei Jahre zu günstigeren Konditionen (Stand: Oktober 2026); sie gelten für die Rechenleistung, nicht für Lizenzen oder Speicher. Wir empfehlen Reservierungen erst, wenn sich die Nutzung eingependelt hat.
Ja, denn welche Verbindungen Ihre virtuellen Netze zulassen, legt nicht Microsoft fest, sondern Ihr Unternehmen bzw. wir in Ihrem Auftrag. Je nach Umgebung genügen Filterregeln auf Ebene der Netze, oder eine eigene Firewall prüft den Verkehr zwischen Azure, Büro und Internet zentral. In beiden Fällen sollten Verwaltungszugänge zu den Servern nur über das VPN erreichbar sein. Wie wir Firewalls planen und betreuen, beschreibt die Seite Firewall für Unternehmen.
Erzählen Sie uns, welche Server Sie betreiben und ob Sie Azure schon nutzen. Daraus entsteht die Bewertung, auf der Ihr individuelles Angebot aufbaut.