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Hardware & Software

Zertifizierte Datenlöschung und Datenträgervernichtung für Firmen

Zertifizierte Datenlöschung entfernt die Daten auf ausgemusterten Festplatten, SSDs und Notebooks nach einem festgelegten Verfahren, bevor die Geräte Ihr Unternehmen verlassen. Gemeinsam mit Ihnen legen wir je Gerät fest, ob gelöscht oder vernichtet wird, und belegen das Ergebnis mit einem Löschnachweis.

Überblick

Zertifizierte Datenlöschung im Überblick

Bei der zertifizierten Datenlöschung wird ein ganzer Datenträger mit einem dafür ausgelegten Verfahren gelöscht, und ein Löschnachweis dokumentiert, welches Gerät so behandelt wurde. Lässt sich ein Datenträger nicht mehr löschen, etwa weil er defekt ist, bleibt die physische Vernichtung.

Warum der Aufwand? Wenn Sie eine Datei löschen oder ein Laufwerk formatieren, entfernt das Betriebssystem in der Regel nur die Verweise auf die Daten. Die Inhalte selbst bleiben stehen und lassen sich mit passenden Werkzeugen rekonstruieren. Das BSI weist zusätzlich auf Auslagerungs- und Ruhezustandsdateien hin, in denen Kennwörter oder Schlüssel stecken können (IT-Grundschutz-Baustein CON.6).

Dazu kommt die Nachweisseite. Die DSGVO verlangt von Unternehmen, die Einhaltung der Datenschutzgrundsätze belegen zu können (Rechenschaftspflicht nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO, Stand: Oktober 2026). Ein Löschnachweis ist dafür ein naheliegender Baustein. Diese Einordnung ist keine Rechtsberatung; welche Unterlagen Sie aufbewahren, legen Sie am besten gemeinsam mit Ihrer Ansprechperson für Datenschutz fest.

Die Löschung gehört zum Lebenszyklus Ihrer Geräte, den unsere Seite zu Hardware und Software für KMU im Ganzen beschreibt. Ein Anlass kann ein IT-Rollout sein, bei dem neue Arbeitsplätze die alten ersetzen. Solange Geräte im Einsatz sind, schützt eine Festplattenverschlüsselung die Daten bei Verlust oder Diebstahl. Welche Ihrer Altgeräte gelöscht und welche vernichtet werden sollten, ist eine Frage für die kostenlose Erstberatung.

Unser Vorgehen

So gehen wir bei Löschung und Vernichtung vor

Zuerst erfassen wir, was ausgemustert wird: Notebooks, PCs, Server, Speichersysteme und lose Festplatten, jeweils mit Seriennummer. Dabei klären wir auch, welche Daten noch gebraucht werden. Auf Wunsch übernehmen wir sie vorher auf neue Geräte oder in Ihre Datensicherung.

Danach fällt die Entscheidung je Gerät. Soll es weiter genutzt werden, zum Beispiel als Ersatzgerät im eigenen Haus oder bei der Rückgabe an einen Leasinggeber, wird der Datenträger gelöscht und das Gerät bleibt funktionsfähig. Ist der Datenträger defekt, besonders schutzbedürftig oder wird er nicht mehr gebraucht, wird er vernichtet.

Das Verfahren richtet sich nach der Technik. Bei Festplatten mit Magnetscheiben ist das vollständige Überschreiben ein anerkannter Weg. Bei SSDs erreichen klassische Überschreibprogramme wegen interner Reservebereiche nicht alle Speicherzellen. Dort kommen gerätespezifische Löschfunktionen oder, bei verschlüsselten Datenträgern, das Löschen des Schlüssels infrage. Zum Schluss erhalten Sie den Löschnachweis für Ihre Unterlagen, und Geräte oder Reste werden fachgerecht entsorgt.

Kurz gesagt

Erst erfassen, dann je Gerät entscheiden, am Ende dokumentieren.

Typische Probleme

Wo Daten auf Altgeräten liegen bleiben

Einzelne Dateien statt ganzer Datenträger

Programme, die gezielt einzelne Dateien überschreiben, erfassen Kopien, Zwischenstände und Auslagerungsdateien nicht verlässlich. Das BSI hält das sichere Löschen einzelner Dateien in den meisten Fällen nur eingeschränkt für möglich und setzt deshalb beim ganzen Datenträger an.

Vergessene Speicher

Neben PCs speichern auch ein NAS, eine Firewall, Router oder Thin Clients Daten und Zugangsdaten. Solche Geräte landen leicht im Elektroschrott, ohne dass jemand an ihren Inhalt denkt.

Defekte Platte beim Hersteller

Wer eine defekte Festplatte zum Austausch an den Hersteller schickt, gibt die Daten darauf aus der Hand. Ein Defekt heißt nicht, dass die Daten unlesbar sind.

Offene Sammelkiste

Ausgemusterte Notebooks warten im Keller oder auf dem Flur auf ihre Abholung. Bis zur Löschung gehören sie hinter eine verschlossene Tür.

Kein Beleg

Fragt später eine Aufsichtsbehörde, ein Kunde oder ein Leasinggeber nach, fehlt ohne Löschnachweis die Antwort, was mit den Daten geschehen ist.

Zu früh gelöscht

Ohne vorherige Prüfung verschwinden Unterlagen, für die Aufbewahrungsfristen gelten, oder das Postfach einer ehemaligen Kollegin. Vor der Löschung steht deshalb die Frage, was gesichert werden muss.

Alte Sicherungen übersehen

Ausrangierte Wechselfestplatten und Bänder können den Datenbestand vergangener Jahre enthalten. Sie gehören genauso in die Löschplanung wie das Backup im laufenden Betrieb.

Leistungsumfang

Was wir bei der Datenlöschung für Sie erledigen

  • Erfassung der Datenträger

    Geräte und lose Datenträger werden mit Seriennummer aufgenommen, bevor sie bearbeitet werden.

  • Löschen zur Weiterverwendung

    Der Datenträger wird mit einem passenden Verfahren gelöscht, das Gerät bleibt einsatzfähig.

  • Physische Vernichtung

    Defekte oder nicht mehr benötigte Datenträger werden zerstört und so unbrauchbar gemacht.

  • Löschnachweis

    Sie erhalten einen Nachweis über Löschung bzw. Vernichtung für Ihre Unterlagen.

  • Fachgerechte Entsorgung

    Altgeräte und Reste gehen in die geregelte Entsorgung, statt im Lager zu verstauben.

  • Server und Speichersysteme

    Festplatten aus Servern, NAS und RAID-Verbünden behandeln wir einzeln, weil die Daten über mehrere Platten verteilt liegen.

  • Datenübernahme vorab

    Was weiter gebraucht wird, übertragen wir auf Wunsch vor der Löschung auf neue Geräte oder in Ihre Datensicherung.

  • Eingebunden in Projekte

    Bei Rollout, IT-Umzug oder Leasingrückgabe planen wir die Löschung von Anfang an mit.

Einsatzszenarien

Anlässe für Löschung und Vernichtung

  • Gerätetausch

    Neue Arbeitsplätze

    Nach dem Austausch der Rechner stehen die alten Geräte gesammelt im Lager.

    • Erfassung direkt beim Abbau
    • Löschen oder Vernichten je Gerät
    • Nachweis für Ihre Unterlagen
  • Rückgabe

    Leasingende

    Geräte gehen an den Leasinggeber zurück und sollen dort ohne Ihre Daten ankommen.

    • Daten vor der Rückgabe übernehmen
    • Löschung bei funktionsfähigem Gerät
    • Beleg gegenüber dem Leasinggeber
  • Ausmusterung

    Serverraum wird geräumt

    Nach einem Umzug oder einer Migration in die Cloud bleiben alte Server und Speichersysteme übrig.

    • Festplatten aus Servern und Speichern
    • Alte Sicherungsmedien
    • Entsorgung der Gehäuse

Ablauf

In fünf Schritten zum Löschnachweis

  1. 01

    Anfrage

    Teilen Sie uns mit, welche und ungefähr wie viele Geräte ausgemustert werden sollen.

  2. 02

    Erfassung

    Wir nehmen die Geräte mit Seriennummer auf und klären, welche Daten vorher gesichert werden müssen.

  3. 03

    Individuelles Angebot

    Für Löschung, Vernichtung und Entsorgung Ihres Bestands erstellen wir im Anschluss ein individuelles Angebot.

  4. 04

    Löschen oder Vernichten

    Die Datenträger werden nach dem vereinbarten Verfahren gelöscht oder vernichtet.

  5. 05

    Nachweis und Entsorgung

    Sie bekommen den Löschnachweis; die Geräte werden fachgerecht entsorgt oder gehen gelöscht an Sie zurück.

Ihre Vorteile

Was Ihnen ein geregeltes Löschen bringt

  • Beleg für Ihre Unterlagen

    Der Löschnachweis zeigt, dass ausgemusterte Datenträger nicht einfach im Container gelandet sind.

  • Klare Entscheidung je Gerät

    Weiterverwenden oder vernichten – das legen wir vorab gemeinsam fest.

  • Ordnung im Lager

    Ausgemusterte Technik verlässt das Haus in einem festen Ablauf statt nach Gelegenheit.

  • Passend zum Projekt

    Die Löschung fügt sich in Rollout, Umzug oder Leasingende ein, ohne eigenes Zusatzprojekt.

Wie viele Altgeräte warten bei Ihnen noch auf ihre Entsorgung?

Wir erfassen den Bestand, schlagen je Gerät Löschung oder Vernichtung vor und dokumentieren das Ergebnis für Ihre Unterlagen.

FAQ

Häufige Fragen zur zertifizierten Datenlöschung

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.

Reicht es, eine Festplatte zu formatieren oder Windows zurückzusetzen?

Nein, beides ist kein nachweisbares Löschen. Selbst wenn beim Zurücksetzen Daten überschrieben werden, fehlt ein Beleg, welcher Datenträger wann wie behandelt wurde. Für Geräte, die Ihr Haus verlassen, empfehlen wir deshalb ein dokumentiertes Verfahren mit Löschnachweis.

Wann ist die Vernichtung eines Datenträgers besser als die Löschung?

Vernichtung ist der richtige Weg, wenn ein Datenträger defekt ist und sich nicht mehr verlässlich löschen lässt. Das BSI empfiehlt für solche Fälle die Vernichtung (IT-Grundschutz CON.6.A13, Edition 2023). Auch Datenträger, die nicht weiter genutzt werden sollen, lassen sich vernichten; das übrige Gerät kann dann ohne Datenträger entsorgt werden.

Können Notebooks nach der zertifizierten Datenlöschung weiterverwendet werden?

Ja, beim Löschen zur Weiterverwendung bleibt das Gerät funktionsfähig. Es lässt sich anschließend neu einrichten, als Ersatzgerät nutzen oder an einen Leasinggeber zurückgeben. Wurde der Datenträger vernichtet, braucht das Gerät für einen weiteren Einsatz einen neuen.

Sind wir selbst für das Löschen verantwortlich, wenn wir Altgeräte entsorgen lassen?

Ja, das Elektro- und Elektronikgerätegesetz spricht ausdrücklich von der Eigenverantwortung der Endnutzer für das Löschen personenbezogener Daten auf Altgeräten (§ 19a ElektroG, Stand: Oktober 2026). Wer Geräte zur Entsorgung abgibt, sollte die Daten also vorher löschen oder löschen lassen. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung.

Betrifft die zertifizierte Datenlöschung auch Daten in Cloud-Diensten?

Nein, sie bezieht sich auf physische Datenträger wie Festplatten, SSDs und Speicher in Geräten. Daten in Microsoft 365 oder anderen Cloud-Diensten werden über die Verwaltung des jeweiligen Dienstes gelöscht, etwa beim Entfernen eines Benutzerkontos. Wann sie dort endgültig entfernt sind, regeln die Bedingungen des Dienstes.

Altgeräte abgeben, ohne Daten mitzugeben

Teilen Sie uns mit, welche Geräte ausgemustert werden und ob sie weiter genutzt oder entsorgt werden sollen. Danach rufen wir Sie an und stimmen das passende Verfahren ab.

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Wie sollen wir uns melden?

Ihre Angaben nutzen wir nur, um Ihre Anfrage zu beantworten. Mehr dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung. Passwörter und Zugangsdaten gehören bitte nicht in dieses Formular.