Ein Thin Client ist ein kleiner Rechner mit schlankem Betriebssystem, der im Wesentlichen eine Aufgabe hat: die Verbindung zu einer zentralen Arbeitsumgebung herzustellen. Programme und Daten liegen auf dem Server, am Platz kommen nur Bildschirminhalt und Ton an, Tastatur und Maus senden ihre Eingaben zurück. Ein PC dagegen bringt ein vollständiges Betriebssystem mit und führt Programme selbst aus. Das BSI spricht im IT-Grundschutz-Baustein SYS.1.9 von „Fat Clients“ mit vollwertigem Client-Betriebssystem und Thin Clients, die nur der Verbindung zum Terminalserver dienen.
Daraus folgt die wichtigste Voraussetzung: Ein Thin Client ergibt nur Sinn, wenn es eine zentrale Umgebung gibt. Das kann ein Terminalserver im eigenen Serverraum oder im Rechenzentrum sein oder ein virtueller Desktop je Person, im Fachjargon Virtual Desktop Infrastructure. Worin sich diese beiden zentralen Modelle unterscheiden, zeigt der Vergleich Terminalserver vs. VDI.
Ein naheliegender Anlass für die Frage ist ein Gerätewechsel. Windows 10 wird nach dem 14. Oktober 2025 regulär nicht mehr unterstützt, und Windows 11 setzt unter anderem ein TPM 2.0 und einen kompatiblen 64-Bit-Prozessor voraus (Stand: Oktober 2026). Wer ältere PCs ersetzen muss, kann bei dieser Gelegenheit prüfen, welche Plätze künftig ein Thin Client übernimmt.
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