Vergessene Geräte
Ein Server im Nebenraum oder ein selten genutztes Notebook läuft ohne Schutz oder mit einer Version, die keine Aktualisierungen mehr erhält.
IT-Sicherheit
Endpoint Security schützt die Geräte, an denen in Ihrem Unternehmen gearbeitet wird – vom Empfangs-PC über das Notebook im Außendienst bis zum Server. Wir verwalten den Schutz zentral, halten die Geräte aktuell und kümmern uns um die Meldungen, die er erzeugt.
Überblick
Als Endpoints bezeichnet man alle Endgeräte, die mit dem Firmennetz verbunden sind: Arbeitsplatzrechner, Notebooks, Server und mobile Geräte. Endpoint Security ist der Schutz, der direkt auf diesen Geräten läuft. Er greift dort, wo eine Schadsoftware tatsächlich ausgeführt würde.
Früher bedeutete das vor allem Virenschutz: Dateien wurden mit einer Liste bekannter Schädlinge verglichen. Allein genügt das nicht mehr, denn Angreifer verändern ihre Programme ständig oder kommen ganz ohne Schaddatei aus. Moderne Lösungen beobachten deshalb zusätzlich das Verhalten. Verschlüsselt ein Programm plötzlich hunderte Dateien oder versucht ein unbekanntes Programm, gespeicherte Kennwörter auszulesen, schlagen sie Alarm.
Den nächsten Schritt nennt man Endpoint Detection and Response, kurz EDR. Die Software zeichnet Abläufe auf dem Gerät auf, erkennt verdächtige Muster und kann eingreifen: einen Prozess beenden, eine Datei in Quarantäne schieben oder das Gerät vom Netz trennen. Bei XDR (Extended Detection and Response) werden außerdem Signale aus Postfächern, Benutzerkonten und Netzwerk ausgewertet, sodass sich ein Angriff über mehrere Stationen hinweg nachvollziehen lässt.
Zur Endpoint Security gehört auch der Update-Stand. Ein Gerät mit veraltetem Betriebssystem oder ungepatchtem Browser bleibt angreifbar, egal wie gut die Schutzsoftware ist. Deshalb verbinden wir den Endpoint-Schutz mit einem geregelten Patch-Management.
Wie der Endpoint-Schutz mit Firewall und E-Mail-Filter zusammenspielt, zeigt unsere Übersicht zur IT-Sicherheit für Unternehmen. Für eine erste Einschätzung Ihrer Geräte bieten wir eine kostenlose Erstberatung an.
Unser Vorgehen
Am Anfang steht eine Geräteliste, die möglichst alle Endgeräte erfasst. Dabei können Überraschungen auftauchen: ein Notebook aus dem Außendienst, das seit Monaten nicht im Büro war, oder ein alter Rechner an einer Maschine, auf dem nie ein Schutz installiert wurde. Erst wenn alle Geräte erfasst sind, lässt sich sagen, wie gut der Schutz wirklich ist.
Danach empfehlen wir eine Lösung, die zu Größe und Ausstattung passt, und entfernen nach Ihrer Entscheidung alte Virenscanner sauber. Zwei Schutzprogramme nebeneinander können sich gegenseitig blockieren. Die Verteilung erfolgt über eine zentrale Verwaltung mit einheitlichen Richtlinien. Für Fachanwendungen, etwa Praxis-, Kanzlei- oder CAD-Software, legen wir nur die Ausnahmen an, die wirklich nötig sind, und testen sie vorab mit Ihnen.
Im Betrieb laufen Meldungen der Schutzsoftware bei uns auf und werden im Rahmen der Betreuung gesichtet. Den Update-Stand der Geräte verfolgen wir mit unserem IT-Monitoring. Sollen Alarme zusätzlich fortlaufend von einem spezialisierten Sicherheitsteam bewertet werden, hilft eine ausgelagerte Überwachung durch ein SOC, oft als Managed Detection and Response bezeichnet. Sie gibt es bei unserem Partner für offensive IT-Sicherheit: Managed SOC & MDR bei Rootsektor (externe Website). Das ist keine Leistung von ProNet Systems.
Kurz gesagt
Wird ein auffälliges Gerät früh isoliert, kann sich Schadsoftware schwerer ausbreiten.
Typische Probleme
Schutzsoftware ist in vielen Unternehmen installiert. Lücken entstehen dann eher in den Details: bei vergessenen Geräten, zu großzügigen Ausnahmen oder Meldungen, die niemand liest.
Ein Server im Nebenraum oder ein selten genutztes Notebook läuft ohne Schutz oder mit einer Version, die keine Aktualisierungen mehr erhält.
Damit eine Fachanwendung schneller startet, bleibt ihr kompletter Programmordner oder gleich ein ganzes Laufwerk beim Scan außen vor. Genau dort kann sich dann Schadsoftware verstecken.
Die Schutzsoftware scheint weiterzulaufen, erhält aber keine neuen Erkennungsmuster und Programmversionen mehr.
Mitarbeitende können Software installieren und Schutzfunktionen abschalten – und Schadsoftware kann es mit ihren Rechten ebenfalls.
Betriebssystem, Browser und PDF-Programme bleiben ungepatcht, weil Updates verschoben oder abgelehnt werden.
Die Software meldet einen Fund, aber die Meldung geht an ein Postfach, das niemand liest.
Alte und neue Schutzsoftware laufen parallel, blockieren sich gegenseitig und bremsen die Geräte aus.
Einsatzszenarien
Was ein Endgerät schützen muss, hängt davon ab, wo es steht und wer damit arbeitet. Drei angenommene Betriebe machen deutlich, wie verschieden die Anforderungen ausfallen.
Sensible Daten
Patientendaten oder Mandantenakten liegen auf wenigen Servern, die Fachsoftware ist empfindlich gegenüber Eingriffen.
Mobil
Notebooks sind oft wochenlang außerhalb des Firmennetzes und verbinden sich über fremde WLANs.
Unterstützung
Ein kleines IT-Team betreut die Geräte selbst und braucht eine leistungsfähige Konsole.
Ablauf
Wir klären, wie viele Geräte Sie einsetzen, welche Software darauf läuft und welcher Schutz heute installiert ist.
Wir erfassen Geräte, Schutzstatus, Update-Stand und Benutzerrechte.
Wir empfehlen eine Lösung, beschreiben Richtlinien und Umstellung und legen ein individuelles Angebot vor.
Wir entfernen alte Scanner, verteilen den neuen Schutz schrittweise und prüfen die Fachanwendungen.
Meldungen, Richtlinien und Updates übernehmen wir als Teil Ihrer laufenden Betreuung.
Auf Basis von Schutzstatus, Updates und Benutzerrechten Ihrer Geräte schlagen wir eine Lösung vor, die zu Ihrem Betrieb passt.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Als Grundschutz auf dem einzelnen Gerät ist er brauchbar, für ein Unternehmen fehlt ohne zentrale Verwaltung aber der Überblick. Sie sehen dann nicht, welche Geräte aktuell sind, und Alarme landen bei den Mitarbeitenden statt bei der IT. Je nach Lizenz lassen sich die eingebauten Schutzfunktionen zentral verwalten, etwa über Microsoft Intune; ob das genügt, klären wir in der Bestandsaufnahme.
Ja, die Verhaltenserkennung hilft auch im kleinen Betrieb, weil Angriffe ohne bekannte Schaddatei sonst unbemerkt bleiben können. Wichtig ist, dass jemand die Alarme bewertet; ohne diese Zeit nützt auch eine ausführliche Aufzeichnung wenig. Welcher Funktionsumfang passt, hängt von der Zahl der Geräte, der Sensibilität Ihrer Daten und Vorgaben etwa Ihrer Cyberversicherung ab.
Ja, Server sind sogar besonders wichtige Ziele, weil dort Daten und Benutzerkonten liegen. Der Schutz wird auf Servern allerdings anders eingestellt als auf Arbeitsplätzen. Datenbanken oder Datensicherungen brauchen abgestimmte Ausnahmen, damit sie nicht ausgebremst werden.
Eine aktuelle und richtig eingestellte Lösung fällt im Alltag kaum auf. Spürbare Verzögerungen entstehen vor allem durch zwei parallel laufende Scanner, veraltete Hardware oder falsch geplante Prüfläufe. Diese Ursachen beheben wir bei der Umstellung.
Das übernehmen wir als Teil Ihrer laufenden Betreuung. Ist ein Fund ernst zu nehmen, informieren wir Ihre Ansprechperson und stimmen ab, ob ein Gerät isoliert, bereinigt oder neu aufgesetzt wird. Wer Alarme zusätzlich fortlaufend von einem Sicherheitsteam bewerten lassen möchte, findet diesen Dienst bei unserem Partner Rootsektor.
Ja, der Schutz arbeitet auf dem Gerät selbst und ist nicht vom Firmennetz abhängig. Viele aktuelle Lösungen werden über das Internet verwaltet, sodass Richtlinien und Updates auch unterwegs ankommen. Im Verdachtsfall lässt sich ein Notebook aus der Ferne isolieren.
Wir ermitteln, welche Datei oder welcher Vorgang betroffen ist, und legen eine möglichst enge Ausnahme an. Ein ganzes Laufwerk oder Programm pauschal auszunehmen, vermeiden wir. Jede Ausnahme wird dokumentiert, damit sie später überprüft werden kann.
Wie viele Geräte setzen Sie ungefähr ein, welche Anwendungen sind wichtig, und welcher Schutz läuft heute? Auf dieser Grundlage skizzieren wir im Rückruf, wie wir Ihre Geräte absichern würden – auf Wunsch mit individuellem Angebot.