Offener Remotedesktop-Anschluss
Ist der Server direkt aus dem Internet erreichbar, können automatisierte Angriffe dort Benutzernamen und Passwörter durchprobieren.
Cloud-Arbeitsplatz & Terminalserver
Ein Terminalserver stellt Programme und Daten zentral bereit, sodass mehrere Mitarbeitende gleichzeitig damit arbeiten – im Büro, im Homeoffice oder beim Kunden. Wir bemessen Leistung und Lizenzen, richten den Server im eigenen Serverraum oder bei einem Rechenzentrumsbetreiber ein und schützen den Zugang von außen.
Überblick
Ein Terminalserver ist ein Server, auf dem Anwendungen für viele Personen zugleich laufen; an den Arbeitsplatz schickt er nur Bild und Ton und empfängt die Eingaben von Tastatur und Maus. Jede Person hat eine eigene Sitzung, alle teilen sich aber Betriebssystem, Prozessor und Arbeitsspeicher des Servers.
Weil die Daten den Server nicht verlassen, bleibt auch eine schmale Leitung brauchbar. Öffnet eine Mitarbeiterin von zu Hause eine Kalkulation mit mehreren Hundert Megabyte, wird nicht die Datei übertragen, sondern nur das, was auf ihrem Bildschirm zu sehen ist. Anspruchsvoller sind Bild- und Videobearbeitung: Sie brauchen eine schnelle Anbindung und genügend Rechenleistung im Server.
Grundlage ist Windows Server. Welche Lizenzen zusätzlich anfallen, hängt von der Zahl der Personen, den genutzten Geräten und den Programmen ab. Wir stellen den Bedarf zusammen und beschaffen ihn über unsere Softwarelizenzen für Firmen.
Der Terminalserver kann als eigene virtuelle Maschine auf Ihrer vorhandenen Virtualisierung laufen oder in einem Rechenzentrum stehen. An den Arbeitsplätzen genügen Windows-PCs, Notebooks oder Thin Clients; Kriterien für die Wahl sammelt Thin Client vs. PC. Ob für Ihr Team ein Terminalserver oder ein eigener virtueller Rechner pro Person sinnvoller ist, zeigt Terminalserver vs. VDI.
Der Terminalserver ist eine von mehreren Möglichkeiten, einen Cloud-Arbeitsplatz aufzubauen. Ob Ihre Programme diese Variante tragen, gehört zu den ersten Fragen der kostenlosen Erstberatung.
Unser Vorgehen
Zuerst gehen wir Ihre Programme einzeln durch. Läuft die Anwendung im Mehrbenutzerbetrieb, erlaubt ihre Lizenz den Einsatz auf einem Terminalserver, und funktionieren alle benötigten Funktionen über die Sitzung? Aus der Zahl der Personen, die gleichzeitig arbeiten, und dem Bedarf der Programme leiten wir Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz ab. Eine solche Vorprüfung samt Prognose der gleichzeitigen Nutzung sieht auch das BSI vor, und zwar im Grundschutz-Baustein SYS.1.9 „Terminalserver“.
Dann richten wir den Server ein. Jede Person erhält ein eigenes Konto, denn geteilte Konten machen Aktionen unzuordenbar und können gegen Lizenzbedingungen verstoßen. Wir begrenzen die Größe der Benutzerprofile und entfernen nicht benötigte Programme. Außerdem legen wir fest, welche Laufwerke und Geräte des Arbeitsplatzes in der Sitzung erscheinen dürfen, und lassen inaktive Sitzungen nach einer vereinbarten Zeit enden. Über eine Netzwerksegmentierung erhält der Server einen eigenen Bereich im Netzwerk, damit er nicht zum Umweg in andere Systeme wird.
Für den Zugriff von außen setzen wir ein vorgeschaltetes Gateway oder ein VPN ein, je nach Umgebung. Ein Gateway bündelt die Verbindungen verschlüsselt über HTTPS, sodass kein Remotedesktop-Anschluss direkt aus dem Internet erreichbar sein muss. Dazu planen wir eine zweite Bestätigung bei der Anmeldung, etwa per Smartphone-App. Nach dem Start nehmen wir den Server auf Wunsch in unser IT-Monitoring und in die Datensicherung auf.
Kurz gesagt
Mehrere Arbeitsorte, ein gemeinsamer Server – der Zugang von außen läuft über ein abgesichertes Gateway.
Typische Probleme
Ist der Server direkt aus dem Internet erreichbar, können automatisierte Angriffe dort Benutzernamen und Passwörter durchprobieren.
Der Server wurde für zehn Personen gekauft. Drei Neueinstellungen und ein Programmupdate später reicht der Arbeitsspeicher nicht mehr.
Wer in der eigenen Sitzung Administratorrechte hat, kann Programme und Einstellungen für alle anderen gleich mit verändern.
Ohne Größengrenze sammeln sich über Jahre Gigabyte an Zwischendateien, und jede Anmeldung dauert länger.
Wer was geändert oder gelöscht hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, und viele Programme lassen geteilte Konten laut Lizenz gar nicht zu.
Nach dem Umstieg auf eine neue Windows-Server-Version gelten die alten Zugriffslizenzen nicht mehr; Microsoft erkennt nur Lizenzen derselben oder einer neueren Version an.
Sitzungen, die nur getrennt statt abgemeldet wurden, halten Dateien offen und belegen Arbeitsspeicher, den andere brauchen.
Gibt es nur einen Terminalserver, fehlen bei seinem Ausfall allen Mitarbeitenden die zentralen Programme.
Einsatzszenarien
Drei denkbare Fälle zeigen, wie unterschiedlich ein Terminalserver eingesetzt werden kann – und worauf wir jeweils achten.
Produktion
Mehrere Personen teilen sich im Wechsel denselben Arbeitsplatz in der Halle.
Mobil
Angebote und Kundendaten liegen auf dem Server, nicht auf dem Gerät, das im Auto mitfährt.
Vor Ort
Auf dem vorhandenen Virtualisierungshost läuft der Terminalserver als zusätzliche virtuelle Maschine.
Ablauf
Wir klären, wer von wo arbeitet und ob es bereits einen Terminalserver gibt, der abgelöst werden soll.
Für Ihre wichtigsten Programme klären wir mit den Anbietern, ob Mehrbenutzerbetrieb und Lizenz den Terminalserver zulassen.
Aus Nutzerzahl und Programmbedarf entstehen Ausstattung, Standort und Lizenzbedarf des Servers.
Hardware oder Rechenzentrum, Lizenzen, Einrichtung und laufende Betreuung führen wir einzeln auf.
Nach der Freigabe richten wir den Server ein, lassen die Programme von einigen Mitarbeitenden prüfen, ziehen Daten und Profile um und weisen Ihr Team ein.
Zuerst klären wir, ob Ihre Anwendungen terminalservertauglich sind, und rechnen Leistung und Lizenzen durch – die Grundlage für Ihr individuelles Angebot.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Das richtet sich danach, wie Ihr Team arbeitet. Hat jede Person ein eigenes Gerät, passt in der Regel die Lizenz pro Benutzer; teilen sich mehrere Personen im Schichtwechsel dieselben Rechner, eher die Lizenz pro Gerät. So beschreibt es Microsoft für die Zugriffslizenzen auf Remotedesktop-Sitzungen, die zusätzlich zu den Lizenzen für Windows Server nötig sind (Stand: Oktober 2026). Bevor Sie bestellen, zählen wir Personen und Geräte durch und empfehlen das Modell, das zu Ihrer Arbeitsweise passt. Die Programme auf dem Server bringen eigene Bedingungen mit, die den Terminalserverbetrieb ausdrücklich erlauben müssen.
Ja, wenn Ihr Plan für Microsoft 365 die gemeinsame Nutzung eines Rechners durch mehrere Personen erlaubt. Unter den Business-Plänen unterstützt laut Microsoft nur die höchste Stufe diese gemeinsame Nutzung, die Pläne darunter nicht. In der Enterprise-Reihe gilt es für die Pläne mit den Desktop-Versionen der Office-Programme (Stand: Oktober 2026). Jede Person meldet sich mit dem eigenen Konto an und braucht eine eigene Lizenz. Welche Ihrer vorhandenen Lizenzen dafür reichen, prüfen wir vor der Einrichtung.
Eine feste Obergrenze gibt es nicht, weil sie von Programmen, Arbeitsspeicher und Arbeitsweise abhängt. Eine Buchhaltung mit Büroprogrammen belastet den Server anders als ein Team, das ganztägig mit Browser, Videokonferenzen und einer Datenbankanwendung arbeitet. Deshalb rechnen wir nicht mit Faustwerten, sondern beobachten die Auslastung während der Testphase mit echten Aufgaben und legen erst danach Prozessor und Arbeitsspeicher fest, mit Reserve für die nächsten Neueinstellungen.
Über mehrere Schichten, von denen das Gateway bzw. VPN mit zweitem Faktor nur die erste ist. Je nach Umgebung kommen eine Sperre nach wiederholten Fehlversuchen, eine Freigabe nur für die Gruppen, die tatsächlich von außen arbeiten, und protokollierte Anmeldungen hinzu, die sich bei Auffälligkeiten auswerten lassen. Welche Bausteine zu Ihrer Firewall und Ihren Endgeräten passen, legen wir bei der Planung fest.
Ja, als virtuelle Maschine in einem Rechenzentrum oder im Rahmen unserer Betreuung von Microsoft Azure für Unternehmen; an der Bedienung ändert sich für Ihr Team dadurch wenig. Wichtig ist, dass Programme und Daten am selben Ort liegen. Bleibt der Dateiserver im Büro, während der Terminalserver im Rechenzentrum steht, läuft jeder Dateizugriff über die Internetleitung, und die Programme werden spürbar langsamer. Deshalb planen wir einen Terminalserver in der Cloud zusammen mit den Daten und Anwendungen, die er braucht.
Sie bleiben in der Regel erhalten, weil die Sitzung auf dem Server weiterläuft, auch wenn die Leitung kurz wegbricht. Nach der erneuten Anmeldung landen Sie wieder in derselben Sitzung mit den geöffneten Programmen. Wie lange eine getrennte Sitzung bestehen bleibt, legen wir in den Einstellungen fest; nach Ablauf dieser Zeit wird sie beendet, und ungespeicherte Änderungen können verloren gehen.
Ja, als eigene virtuelle Maschine auf derselben Hardware, aber nicht auf demselben System wie Dateiablage oder Domänencontroller des Active Directory. Ein Terminalserver verhält sich mit Browser und Büroprogrammen eher wie ein Arbeitsplatzrechner; das BSI ordnet ihn deshalb einem eigenen oder einem Client-Netzbereich zu. Ob die vorhandene Hardware genug Leistung übrig hat, prüfen wir vorab.
Gibt es bei Ihnen schon einen Terminalserver, oder starten Sie neu? Nennen Sie uns die ungefähre Nutzerzahl und die wichtigsten Programme – damit gehen wir gut vorbereitet ins Erstgespräch.