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Server & Infrastruktur

Storage-Lösungen für Unternehmen: Speicher, HCI und Hochverfügbarkeit

Storage-Lösungen für Unternehmen stellen Servern und Anwendungen zentral Speicherplatz bereit, als NAS, als SAN oder in einem hyperkonvergenten Cluster. Wir ermitteln mit Ihnen Bedarf, Wachstum und Leistung, empfehlen die passende Bauform und planen die Redundanz so, dass ein defektes Bauteil nicht gleich den Betrieb anhält.

Überblick

Was leisten Storage-Lösungen für Unternehmen?

Eine Speicherlösung besteht aus mindestens einem Speichersystem und dem Netz, über das Server darauf zugreifen; diese Begriffe verwendet auch der Grundschutz-Baustein SYS.1.8 Speicherlösungen des BSI. Ohne ein solches System stecken die Festplatten im jeweiligen Server und stehen nur ihm zur Verfügung. Ein gemeinsam genutzter Speicher kann dagegen mehrere Server zugleich versorgen. Darauf baut auf, wer virtuelle Maschinen zwischen Hosts verschieben oder nach einem Ausfall auf einem anderen Host neu starten möchte.

Für kleine und mittlere Unternehmen kommen drei Bauformen infrage. Ein NAS stellt Speicher als Dateifreigaben im Netzwerk bereit und eignet sich für Ablagen und als Ziel für Sicherungen. Ein SAN liefert Speicher in Form von Blöcken über ein eigenes Speichernetz, etwa per Fibre Channel oder per iSCSI, das in RFC 7143 beschrieben ist. Die Server sehen diesen Speicher wie eine eigene Festplatte, deshalb ist das SAN die klassische Grundlage für Virtualisierungscluster. Bei einer hyperkonvergenten Infrastruktur steckt der Speicher in den Hosts selbst, und eine Software spiegelt die Daten zwischen ihnen.

Hochverfügbarkeit entsteht durch Redundanz auf mehreren Ebenen. Ein RAID fängt, je nach Verfahren, den Ausfall einzelner Festplatten in einem Gerät ab. Doppelte Netzteile, Controller und Netzwerkpfade schützen vor dem Ausfall dieser Bauteile. Ein Cluster mit Failover sorgt dafür, dass virtuelle Maschinen auf einem anderen Host neu starten, wenn ein ganzer Server ausfällt.

Eines leistet keine dieser Techniken: Sie ersetzen keine Datensicherung. Löscht jemand versehentlich einen Ordner oder verschlüsselt Ransomware die Daten, spiegelt die Redundanz den Schaden auf alle Kopien. Wie wir Daten getrennt und regelmäßig geprüft sichern, beschreibt die Seite zur Datensicherung für Unternehmen.

Das Speichersystem planen wir zusammen mit Servervirtualisierung und passender Hardware, denn alle drei hängen voneinander ab. Den Rahmen bildet unsere Server-Betreuung für KMU. Ob bei Ihnen eher Kapazität, Leistung oder Ausfallsicherheit fehlt, ermitteln wir gemeinsam in einer kostenlosen Erstberatung.

Unser Vorgehen

So planen und bauen wir Ihr Speichersystem

Zuerst erfassen wir, wie viel Speicher heute belegt ist und wie schnell die Datenmenge in den letzten Jahren gewachsen ist; dafür eignen sich die Verläufe aus dem Monitoring. Ebenso wichtig ist das Zugriffsmuster: Eine Datenbank mit vielen kleinen Lese- und Schreibvorgängen stellt andere Ansprüche als eine Ablage mit großen Plandateien. Dazu kommt die Frage, wie lange ein System ausfallen und wie viele Daten im Ernstfall verloren gehen dürften. Für diese zwei Größen stehen die Abkürzungen RTO und RPO.

Aus diesen Anforderungen leiten wir die Bauform und die Redundanz ab und halten die Entscheidungsgründe schriftlich fest, so wie es SYS.1.8 vorsieht. Beim Aufbau aktualisieren wir die Firmware, stellen eine abgesicherte Grundkonfiguration her und schalten nicht genutzte Schnittstellen ab. Das Speichernetz trennen wir per Netzwerksegmentierung vom Büronetz, und die Verwaltungsoberflächen sind nur aus einem eigenen Verwaltungsnetz erreichbar.

Danach übernehmen wir die vorhandenen virtuellen Maschinen in abgestimmten Zeitfenstern und testen, ob das Failover wie geplant greift. Im Betrieb überwacht unser IT-Monitoring Kapazität, Zustand der Datenträger und Replikation. Firmware-Updates spielen wir in festen Wartungsfenstern ein, und ein Notfallplan beschreibt, was bei einem Ausfall des Speichersystems zu tun ist.

Kurz gesagt

Doppelte Controller und Pfade: Ein einzelnes Bauteil hält den Betrieb nicht an.

Typische Probleme

Typische Engpässe bei Speichersystemen

Volle Volumes ohne Vorwarnung

Ein Laufwerk füllt sich über Monate, bis die erste Anwendung nicht mehr schreiben kann und virtuelle Maschinen anhalten.

Langsame Anwendungen

Das System wurde nach Kapazität gekauft, nicht nach Zugriffsmuster. Die Datenbank wartet auf die Festplatten, und das ganze Team merkt es.

Einzelner Ausfallpunkt

Zwei Hosts teilen sich ein Speichersystem mit nur einem Controller oder Netzteil. Fällt es aus, stehen beide Hosts still.

Firmware auf dem Stand der Lieferung

Controller und Datenträger laufen jahrelang mit der ersten Firmware. Bekannte Fehler und Sicherheitslücken bleiben offen, bis ein Problem auftritt.

Offene Verwaltungsoberfläche

Die Oberfläche des Speichersystems ist aus dem Büronetz erreichbar und noch mit dem Standardpasswort versehen.

Langer Wiederaufbau

Nach dem Tausch einer Festplatte baut das System die Daten neu auf. Bei großen Platten dauert das lange, und ein weiterer Ausfall in dieser Zeit kann den Verbund gefährden.cta_title: Wie viel Platz bleibt Ihren Servern noch?

Leistungsumfang

Was wir bei Storage-Projekten übernehmen

  • Bedarfsanalyse

    Belegung, Datenwachstum, Zugriffsmuster und tolerierbare Ausfallzeiten.

  • Bauform wählen

    NAS, SAN oder hyperkonvergenter Cluster, mit schriftlich begründeter Empfehlung.

  • Redundanz

    RAID, doppelte Netzteile und Controller sowie getrennte Netzwerkpfade.

  • Cluster und Failover

    Virtuelle Maschinen starten nach dem Ausfall eines Hosts auf einem anderen neu.

  • Einbau und Inbetriebnahme

    Montage, aktuelle Firmware und abgesicherte Grundkonfiguration.

  • Übernahme vorhandener VMs

    Umzug Ihrer virtuellen Maschinen in abgestimmten Zeitfenstern.

  • Geschützte Verwaltung

    Verwaltungsoberflächen nur aus einem eigenen Netz und mit eigenen Konten.

  • Überwachung

    Kapazität, Datenträger und Replikation im IT-Monitoring.

  • Betriebshandbuch und Notfallplan

    Einstellungen, Abläufe und Schritte für den Ernstfall schriftlich festgehalten.

Einsatzszenarien

Drei Bauformen in typischen Einsatzfällen

Die folgenden Fälle sind erfunden. Sie zeigen, wann welche Bauform ihre Stärken ausspielt.

  • NAS

    Zentrale Plandateien

    Angenommen, ein Architekturbüro speichert große Planstände bisher auf einzelnen Rechnern. Ein NAS bündelt sie in Freigaben mit Rechten je Projektgruppe.

    • Dateifreigaben mit abgestuften Rechten
    • Schnappschüsse für versehentlich gelöschte Dateien
    • Sicherung zusätzlich auf ein zweites Gerät
  • Virtualisierung

    Zwei Hosts, ein SAN

    Ein Betrieb mit Fachanwendung und Datenbank verteilt seine virtuellen Maschinen auf zwei Hosts, die sich ein Speichersystem mit doppelten Controllern teilen.

    • Eigenes Speichernetz
    • Redundante Controller und Netzteile
    • Failover der virtuellen Maschinen
  • HCI

    Wachsen in Knoten

    Ein Unternehmen mit stetig steigender Zahl virtueller Maschinen setzt auf einen hyperkonvergenten Cluster und erweitert ihn bei Bedarf um weitere Knoten.

    • Rechenleistung und Speicher im selben Gerät
    • Erweiterung ohne separates Speichersystem
    • Verwaltung über eine Oberfläche

Ablauf

Vom Bedarf zum betriebsbereiten Speichersystem

  1. 01

    Erstgespräch

    Wir klären den Anlass, etwa knappen Speicher, neue Hosts oder einen zurückliegenden Ausfall.

  2. 02

    Analyse

    Wir erfassen Belegung, Wachstum, Zugriffsmuster und Ihre Anforderungen an die Verfügbarkeit.

  3. 03

    Konzept und Angebot

    Bauform, Redundanz und Erweiterbarkeit halten wir schriftlich fest, zusammen mit Ihrem individuellen Angebot.

  4. 04

    Aufbau und Übernahme

    Einbau, Konfiguration, Umzug der virtuellen Maschinen und ein Test des Failovers.

  5. 05

    Betrieb

    Überwachung, Firmware-Pflege und laufende Kapazitätsplanung.

Ihre Vorteile

Warum sich eine durchdachte Speicherplanung auszahlt

  • Wachstum eingeplant

    Das System ist so ausgelegt, dass es mit Ihren Daten mitwachsen kann.

  • Weniger Stillstand

    Fällt ein Bauteil oder ein Host aus, springen je nach Auslegung doppelte Komponenten oder ein anderer Host ein.

  • Herstellerunabhängige Auswahl

    Wir empfehlen die Bauform, die zu Ihrem Bedarf passt, unabhängig vom Hersteller.

  • Klare Unterlagen

    Betriebshandbuch und Notfallplan sind für Sie und uns nachvollziehbar.

NAS, SAN oder HCI: Worauf sollten Ihre Anwendungen künftig laufen?

Wir sehen uns Ihre heutige Umgebung an und empfehlen ein Speichersystem, das zu Datenmenge, Anwendungen und Verfügbarkeitsanforderungen passt.

FAQ

Häufige Fragen zu Storage-Lösungen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.

Woran merken wir, dass unser Speichersystem zu langsam ist?

Typische Anzeichen sind Anwendungen, die beim Speichern stocken, virtuelle Maschinen, die träge starten, und nächtliche Sicherungen, die bis in den Arbeitstag hineinlaufen. Ob tatsächlich das Speichersystem bremst oder das Netzwerk dazwischen, zeigen Messwerte wie die Antwortzeit der Datenträger. Diese Werte werten wir aus, bevor wir eine Erweiterung oder ein neues System empfehlen.

Wann lohnt sich eine hyperkonvergente Infrastruktur statt Servern mit eigenem Speichersystem?

Eine hyperkonvergente Infrastruktur lohnt sich vor allem, wenn Rechenleistung und Speicher etwa im Gleichschritt wachsen und Sie die Umgebung über eine Oberfläche verwalten möchten. Wächst dagegen nur die Datenmenge stark, ist ein separates Speichersystem flexibler, weil Sie dann keine Rechenleistung mitkaufen müssen. Wie viele Knoten ein Cluster mindestens braucht, hängt von der Plattform ab.

Können wir vorhandene virtuelle Maschinen auf das neue Speichersystem übernehmen?

Ja, die Übernahme gehört zu unseren Storage-Projekten. Wir verschieben die virtuellen Maschinen schrittweise, je nach Plattform im laufenden Betrieb oder in kurzen Zeitfenstern, und prüfen danach Funktion und Leistung. Vor dem Umzug steht eine aktuelle Sicherung.

Wie viel Reserve sollte ein Speichersystem beim Kauf haben?

Die Reserve richtet sich nach Ihrem bisherigen Datenwachstum und der geplanten Nutzungsdauer, nicht nach einer pauschalen Faustregel. Zu beachten ist außerdem, dass RAID, Spiegelung und Schnappschüsse einen Teil der Bruttokapazität belegen. Wir rechnen beides durch und achten darauf, dass sich das System später erweitern lässt.

Braucht ein Speichersystem im SAN ein eigenes Netzwerk?

Ja, das Speichernetz sollte vom übrigen Netzwerk getrennt sein, physisch oder logisch über ein VLAN. Auch das BSI empfiehlt im Baustein SYS.1.8, ein SAN zu segmentieren. So stören Datensicherungen oder Downloads im Büronetz den Speicherzugriff nicht, und Unbefugte erreichen das Speichernetz nicht so leicht.

Was geschieht mit den Festplatten des alten Speichersystems?

Bevor alte Datenträger Ihr Haus verlassen, sollten die Daten darauf so gelöscht oder die Datenträger so vernichtet werden, dass sich nichts wiederherstellen lässt. Das übernehmen wir mit einer zertifizierten Datenlöschung mit Löschnachweis oder mit der Vernichtung der Datenträger.

Brauchen wir für Hochverfügbarkeit zwei Speichersysteme?

Nein, nicht zwingend, denn ein Speichersystem mit doppelten Controllern, Netzteilen und Netzwerkpfaden fängt bereits den Ausfall einzelner Bauteile ab. Ein zweites System mit Spiegelung der Daten lohnt sich, wenn auch der Ausfall des ganzen Geräts oder eines Raums überbrückt werden soll. In einem hyperkonvergenten Cluster übernimmt die Spiegelung zwischen den Knoten diese Aufgabe.

Planen wir Ihren Speicher für die nächsten Jahre

Hilfreich sind Angaben zu Ihren Servern, zur heutigen Speicherbelegung und zu dem, was Sie derzeit stört, etwa knapper Platz oder langsame Anwendungen. Mit diesen Angaben starten wir die Analyse, aus der Ihr individuelles Angebot entsteht.

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