Gewachsenes Regelwerk
Über die Jahre kommen Ausnahmen hinzu, die später niemand mehr entfernt. Am Ende erlauben einzelne Regeln fast jeden Verkehr.
IT-Sicherheit
Eine Firewall für Unternehmen legt fest, welche Verbindungen Ihr Netzwerk erreichen dürfen und welche draußen bleiben. Wir empfehlen ein passendes Gerät, bauen ein verständliches Regelwerk auf und binden Homeoffice und Außenstellen per VPN an – und wir halten das Ganze danach aktuell.
Überblick
Eine Firewall ist die Kontrollstelle am Übergang vom Firmennetz ins Internet: Sie prüft Verbindungen anhand von Regeln und lässt nur durch, was ausdrücklich erlaubt ist. In Unternehmen übernimmt sie weit mehr als der Router, den der Internetanbieter mitliefert.
Moderne Geräte, oft Next-Generation-Firewall genannt, erkennen nicht nur Adressen und Ports, sondern auch Anwendungen. Damit lässt sich etwa der Zugriff auf bekannte Schadseiten sperren oder festlegen, dass nur die Buchhaltung das Portal der Bank erreicht. Dieselbe Firewall trennt Bereiche im Inneren voneinander, zum Beispiel das Gast-WLAN vom Büronetz. Diese Trennung heißt Netzwerksegmentierung.
Die zweite Aufgabe ist der sichere Fernzugang. Über ein VPN erreichen Mitarbeitende von zu Hause oder unterwegs verschlüsselt die Dateiablage, Fachanwendungen oder den Terminalserver im Firmennetz. Außenstellen verbinden wir über ihre vorhandenen Internetleitungen mit der Zentrale, jeweils mit einer eigenen Firewall vor Ort. Wie mehrere Standorte zu einem gemeinsamen Netz werden, beschreibt unsere Seite zur Standortvernetzung.
Neben dem klassischen VPN gibt es den Ansatz Zero Trust Network Access: Benutzer erhalten nicht das ganze Netz, sondern nur die Anwendungen, die sie brauchen. Welcher Weg wann passt, zeigt unser Vergleich VPN vs. ZTNA. ZTNA kann auch als Ergänzung beginnen und später einzelne VPN-Zugänge ablösen.
Die Firewall gehört zu unserem Bereich IT-Sicherheit für Unternehmen. Ob Ihre heutige Lösung noch ausreicht, lässt sich in einer kostenlosen Erstberatung einschätzen.
Unser Vorgehen
Zuerst klären wir, was erreichbar sein muss. Welche Dienste nutzen Ihre Mitarbeitenden, welche Systeme greifen von außen zu, welche Geräte hängen im Netz? Dabei können alte Portfreigaben auftauchen, etwa für längst abgeschaltete Kameras, oder ein Fernzugriff, den ein früherer Dienstleister eingerichtet hat.
Daraus entsteht ein Regelwerk nach einem einfachen Grundsatz: Gesperrt ist alles, was nicht ausdrücklich gebraucht wird. Jede Regel bekommt einen Zweck und eine verantwortliche Person. Das Netz teilen wir in Bereiche ein, etwa für Server, Arbeitsplätze, Telefone, Gäste und Geräte ohne Updates, und verbinden sie über VLANs mit klar begrenzten Übergängen. VPN-Zugänge sichern wir zusätzlich mit Multi-Faktor-Authentifizierung, damit ein gestohlenes Kennwort allein nicht reicht.
Vor der Umschaltung testen wir die wichtigsten Abläufe gemeinsam mit Ihnen. Danach kümmern wir uns um Firmware, Lizenzen für Schutzfunktionen und Änderungen im Regelwerk. Ob die Konfiguration einem echten Angreifer standhält, können Sie unabhängig prüfen lassen: Konfiguration durch Penetrationstest prüfen lassen bei Rootsektor (externe Website) – bei unserem Partner für offensive IT-Sicherheit, der Rootsektor IT-Security GmbH.
Kurz gesagt
Getrennte Netzbereiche begrenzen, wie weit sich ein Angreifer bewegen kann.
Typische Probleme
Eine Firewall ist nur so gut wie ihre Pflege. Viele Schwachstellen entstehen nicht beim Kauf, sondern Jahre später durch Ausnahmen, vergessene Updates und Regeln, deren Zweck niemand mehr kennt.
Über die Jahre kommen Ausnahmen hinzu, die später niemand mehr entfernt. Am Ende erlauben einzelne Regeln fast jeden Verkehr.
Bekannte Sicherheitslücken in der Firewall selbst werden zum Einfallstor, wenn Updates monatelang liegen bleiben.
Ein erbeutetes oder erratenes Kennwort öffnet den Weg ins gesamte Firmennetz.
Desktop-Freigaben oder Wartungszugänge sind direkt aus dem Internet erreichbar und werden von automatisierten Scans schnell gefunden.
Gäste, Kameras, Telefone und Server teilen sich ein einziges Netz. Ein infiziertes Gerät erreicht dann alle anderen.
Webfilter oder Virenprüfung laufen über Lizenzen, deren Verlängerung niemand bemerkt hat.
Die Firewall protokolliert Auffälligkeiten, aber niemand schaut hinein.
Einsatzszenarien
Jedes Netzwerk hat eine eigene Geschichte. Die folgenden Ausgangslagen können einzeln oder kombiniert vorkommen.
Fernzugang
Ein Teil des Teams arbeitet regelmäßig von zu Hause und braucht Zugriff auf Dateien und Fachanwendungen.
Filialen
Zentrale, Lager und Außenbüro sollen wie ein gemeinsames Netz funktionieren.
Segmentierung
Maschinensteuerungen, Praxisgeräte oder alte Messcomputer lassen sich nicht aktualisieren, müssen aber im Netz bleiben.
Ablauf
Wir sprechen über Ihre Standorte, Ihre Arbeitsweise und die Anforderungen an den Fernzugriff.
Wir prüfen Internetanschlüsse, vorhandene Firewall, Portfreigaben, VPN-Zugänge und die Aufteilung des Netzes.
Gerät, Netzbereiche und Zugangswege fassen wir in einem Konzept zusammen; das individuelle Angebot gehört dazu.
Wir konfigurieren, testen mit Ihrem Team und schalten zu einem Termin um, der Ihren Betrieb möglichst wenig stört.
Updates, Regeländerungen und neue Zugänge gehören anschließend zur laufenden Betreuung.
Wir prüfen Ihre bestehende Lösung und schlagen vor, was sich verbessern lässt – vom aufgeräumten Regelwerk bis zum sicheren Homeoffice-Zugang.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2933 922822-0 oder schreiben Sie an info@pronet-systems.de.
Nein, für ein Unternehmen reicht er in der Regel nicht. Viele dieser Router bieten nur eine einfache Sperre gegen eingehende Verbindungen; Netzbereiche, sauber abgesicherte VPN-Zugänge, Webfilter und auswertbare Protokolle fehlen in der Regel. Allenfalls ein sehr kleines Büro ohne Fernzugänge kommt eine Weile damit aus.
Ja, in der Regel schon. Eine Firewall je Standort schützt den lokalen Internetanschluss und baut die verschlüsselte Verbindung zur Zentrale auf. Bei einer Außenstelle mit wenigen Arbeitsplätzen kann auch ein VPN-Zugang direkt auf den Geräten genügen; das prüfen wir im Einzelfall.
Ein VPN schützt gut, wenn es aktuell gehalten und mit einem zweiten Anmeldefaktor abgesichert wird. Die Verbindung selbst ist verschlüsselt. Schwachstellen entstehen vor allem durch veraltete Firmware, reine Kennwortanmeldung oder private Geräte ohne Schutzsoftware.
So oft, wie der Hersteller Sicherheitsupdates veröffentlicht. Wichtige Korrekturen sollten zeitnah eingespielt werden, weil Angreifer bekannte Lücken in Firewalls gezielt suchen. Wir planen Updates in Wartungsfenstern und testen danach die wichtigsten Zugänge.
Ja, das ist eine ihrer Standardaufgaben. Gäste erhalten einen eigenen Netzbereich mit Internetzugang, aber ohne Weg zu Servern, Dateiablage oder Arbeitsplätzen. Dasselbe Prinzip nutzen wir für Telefone, Kameras oder Maschinen.
Wir prüfen zuerst, ob Gerät und Firmware noch unterstützt werden. Ist das der Fall, übernehmen wir die vorhandene Firewall, räumen das Regelwerk auf und dokumentieren es. Einen Austausch empfehlen wir nur, wenn Updates fehlen oder wichtige Funktionen nicht verfügbar sind.
Wie viele Standorte und Arbeitsplätze gibt es, und wie greift Ihr Team von außen zu? Mit diesen Eckdaten klären wir im Rückruf die offenen Fragen; ein individuelles Angebot folgt danach.