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Glossar

Was ist Homeoffice?

Homeoffice bedeutet, dass Beschäftigte ihre Arbeit ganz oder an einzelnen Tagen von zu Hause aus erledigen. Für die IT entsteht damit ein Arbeitsplatz außerhalb des Firmennetzes, der Zugriff auf Programme, Daten und Telefonie braucht und trotzdem geschützt sein muss.

Homeoffice einfach erklärt

Im Alltag steht das Wort für jede Arbeit am heimischen Schreibtisch, ob an festen Wochentagen oder kurzfristig, weil eine Lieferung erwartet wird. Viele Betriebe kombinieren Bürotage mit Tagen zu Hause; für diese Mischung ist auch der Ausdruck hybrides Arbeiten verbreitet. Im Englischen heißt die Arbeitsform eher „working from home“, ein „home office“ ist dort meist das Arbeitszimmer.

Technisch ändert sich dabei vor allem dreierlei. Das Notebook hängt am privaten Internetanschluss, im Raum können Angehörige oder Besuch sein, und Hilfe bei Technikproblemen kommt per Telefon oder Fernwartung statt persönlich.

Telearbeit, häuslicher und mobiler Arbeitsplatz

Rechtlich und organisatorisch sind genauere Begriffe üblich. Die Arbeitsstättenverordnung kennt den Telearbeitsplatz: einen Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich, den der Arbeitgeber fest eingerichtet hat. Für ihn hat der Arbeitgeber eine mit den Beschäftigten vereinbarte Wochenarbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt (§ 2 Abs. 7 ArbStättV (externe Website), Stand: Oktober 2026).

Eingerichtet ist ein solcher Platz nach derselben Vorschrift erst, wenn die Bedingungen im Arbeitsvertrag oder in einer Vereinbarung stehen. Außerdem muss der Arbeitgeber Mobiliar und Arbeitsmittel samt Kommunikationstechnik bereitgestellt und installiert haben. Welche Pflichten daraus im Einzelfall folgen, ist eine arbeitsrechtliche Frage; diese Einordnung ist keine Rechtsberatung.

Der IT-Grundschutz des BSI behandelt das Thema in drei Bausteinen. Telearbeit meint dort jede auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützte Tätigkeit, die ganz oder teilweise außerhalb der Geschäftsräume stattfindet. Bei der heimbasierten Form wechseln Büro und häuslicher Arbeitsplatz regelmäßig ab (OPS.1.2.4). Den Raum zu Hause betrachtet der Baustein INF.8, das Arbeiten an wechselnden Orten wie Hotel, Zug oder bei Kundschaft der Baustein INF.9.

Was Homeoffice für die IT bedeutet

Entscheidend ist für die IT, auf welchem Weg das Gerät zu Hause die Programme und Daten des Unternehmens erreicht. Infrage kommen ein VPN, die Freigabe einzelner Anwendungen per ZTNA, ein Terminalserver oder virtueller Desktop (VDI) sowie Dienste aus der Cloud, etwa Microsoft 365. Worin sich die ersten beiden Wege unterscheiden, zeigt der Vergleich VPN vs. ZTNA.

Zugänge von außen sollten neben dem Passwort einen zweiten Nachweis verlangen, die Multi-Faktor-Authentifizierung. Für öffentliche WLANs, etwa unterwegs im Hotel, verlangt das BSI, interne Systeme nur über ein VPN zu erreichen (NET.2.2.A3).

Bei den Geräten ist die Lage am klarsten, wenn ein Firmen-Notebook per Mobile Device Management zentral verwaltet wird. Private Geräte (BYOD) brauchen eigene Absprachen. Für den Raum selbst verlangt das BSI, dienstliche Unterlagen verschlossen aufzubewahren und Unbefugten keinen Zugriff auf dienstliche IT zu ermöglichen (INF.8.A1, INF.8.A3).

Telefonieren lässt sich über eine App, die sich als Nebenstelle der Telefonanlage anmeldet. Bei einer Cloud-Telefonanlage für Unternehmen gelingt das ohne Umweg über das Büro, weil sich alle Endgeräte über das Internet verbinden. Wie Zugriffsweg, Geräteregeln und Anmeldeschutz im Einzelnen zusammenpassen, beschreibt unser Ratgeber Homeoffice sicher anbinden.

Drei Arbeitsformen in einem Betrieb

Angenommen, ein Hersteller von Holzspielzeug mit 25 Beschäftigten ordnet seine Arbeitsorte neu. Die Buchhaltung arbeitet künftig dienstags und donnerstags zu Hause, an einem Platz mit Bildschirm, Stuhl und Notebook, den der Betrieb gestellt und aufgebaut hat. Der Vertrieb besucht Fachgeschäfte und Messen und arbeitet dabei unterwegs. Die Verwaltung darf nach Absprache einzelne Tage von zu Hause arbeiten, etwa wenn ein Handwerkertermin ansteht.

Im Betrieb heißt all das Homeoffice. Genau betrachtet kommt der feste Platz der Buchhaltung dem Telearbeitsplatz der Verordnung nahe, sofern die Bedingungen vereinbart sind, während der Vertrieb mobil arbeitet. Für die IT gilt in allen drei Fällen derselbe Kern: verwaltete Firmen-Notebooks, ein zweiter Faktor bei Anmeldungen von außen und Telefonie über eine App. Unterschiede zeigen sich in Details, etwa beim abschließbaren Schrank in der Wohnung oder bei der Einwahl aus Messe- und Hotelnetzen.

Wie ProNet unterstützt

Welcher Zugriffsweg zu Ihren Programmen passt, wägen wir gemeinsam mit Ihnen ab; die Entscheidung treffen Sie. Für den gewählten Weg richten wir Terminalserver, virtuelle Desktops oder VPN-Zugänge ein, letztere im Rahmen unserer Leistung Firewall für Unternehmen. Auch Telefonie-Apps verbinden wir mit Ihrer Anlage. Das Zusammenspiel zentral bereitgestellter Arbeitsplätze beschreibt unser Bereich Cloud-Arbeitsplatz für Unternehmen.

Braucht Ihr Team zu Hause dieselben Programme wie im Büro?

Anhand einer Liste Ihrer Programme und Arbeitsorte klären wir in der kostenlosen Beratung, welcher Zugang und welche Geräteregeln zu Ihrem Betrieb passen.

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